1.772 Pfähle mit dem Liebherr LRB 19 für den Wohnungbau in in Danzig

27.03.2026

Ramm- und Bohrgerät LRB 19 und Raupenbetonpumpe 110 D-K von Liebherr sind eine gute Kombination für Pfahlgründungen. Bild (c) Liebherr
Ramm- und Bohrgerät LRB 19 und Raupenbetonpumpe 110 D-K von Liebherr sind eine gute Kombination für Pfahlgründungen. Bild (c) Liebherr

Das neue Ramm- und Bohrgerät LRB 19 von Liebherr wird aktuell in einem bedeutenden Wohnbauprojekt in Danzig eingesetzt. Das Bauvorhaben umfasst den Bau von über 1.000 Wohnungen in Küstennähe und stellt damit eines der ambitioniertesten Projekte der Stadt dar. Der polnische Bauträger Budokop Geotechnika nutzt das LRB 19, um 1.772 Pfähle mittels Vollverdrängerwerkzeug zu erstellen. Hierbei sind insbesondere der große Projektumfang und die schwierigen Bodenverhältnisse herausfordernd.

Technisches Potenzial des LRB 19

Das von Liebherr entwickelte LRB 19 stellt eine Weiterentwicklung der bewährten Modelle LRB 16 und LRB 18 dar und wurde 2025 auf der Bauma erstmals präsentiert. Budokop Geotechnika gehört zu den ersten Unternehmen, die das Gerät auf einer Baustelle einsetzen. Der Geschäftsführer Wojciech Sukow hebt die Leistungsstärke und Mobilität des Geräts hervor. Dank seines kompakten Designs kann das LRB 19 in einem Stück transportiert werden, was Zeit spart. Die Sicherheit beim Abladen und Aufbauen wird durch eine Funkfernsteuerung gewährleistet, die eine Bedienung des Geräts von außerhalb der Kabine ermöglicht. Das Gesamtgewicht des Geräts inklusive Ballast liegt bei 48,2 Tonnen.

Effiziente Pfahlerstellung im Spezialtiefbau

In Danzig setzt Budokop Geotechnika das LRB 19 mit einem Vollverdrängerwerkzeug ein. Die Methode, Pfähle durch Verdrängung des Erdreichs zu erstellen, ist effizient, da kein Bodenmaterial abtransportiert werden muss. Dies erleichtert die Arbeit erheblich, vor allem in Bezug auf die logistischen Anforderungen des Projekts. Den Beton für die bis zu 9 Meter tiefen und 360 Millimeter im Durchmesser breiten Pfähle liefert die Raupenbetonpumpe 110 D-K von Liebherr. Die Arbeiten müssen in einem Zeitraum von nur 8 Wochen abgeschlossen werden, was durch die besonders harten Bodenverhältnisse eine Herausforderung darstellt. Der hohe Grundwasserspiegel in Meeresnähe erfordert zudem präzise und sichere Arbeitsmethoden.

Vielseitigkeit und Sicherheit des LRB 19

Das LRB 19 zeigt seine Vielseitigkeit im Spezialtiefbau durch den Einsatz verschiedener Anbaugeräte. Es kann für Ramm- und Rütteleinsätze mit Hammer oder Rüttlern ausgerüstet werden und unterstützt zudem Bohranwendungen mit Kellyausrüstung, Doppelbohrkopf oder Endlosschnecke. Die Anbaugeräte lassen sich dank eines hydraulischen Schnellwechselsystems ohne Werkzeug und ohne Verlassen der Kabine austauschen. Alle Verbindungen werden automatisch gekoppelt, was die Rüstzeit reduziert und Anschlussfehler vermeidet.

Sicherheitsaspekte im Fokus

Die Arbeitsbereichseinschränkung des LRB 19 unterstützt den Bediener bei der Überwachung von Drehbereich, Ausladung und Gerätehöhe. Das System stoppt das Gerät automatisch beim Betreten gesperrter Bereiche, um Kollisionen zu verhindern. Ein 450-Kilowatt-Dieselmotor und der Bohrantrieb BAT 180.1 mit einem maximalen Drehmoment von 180 Kilonewtonmetern sichern die Leistungsstärke des Geräts. Wojciech Sukow betont die wertvolle Partnerschaft mit Liebherr und das Vertrauen in die Maschinenqualität, den Service und die technische Unterstützung des Unternehmens.

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