Der Bericht von IT.NRW hebt die jüngsten Entwicklungen in der Bauproduktion Nordrhein-Westfalens hervor, mit einem besonderen Fokus auf den Januar 2026. In diesem Zeitraum verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen realen Rückgang der Produktion um 4,1 %, wobei spezifische Trends innerhalb der Bereiche Hochbau und Tiefbau beobachtet wurden.
Entwicklung im Hochbau
Im Hochbau war ein bemerkenswerter Rückgang der Bauproduktion um 9,0 % zu verzeichnen. Diese rückläufige Entwicklung erstreckte sich über alle Bausparten. Besonders betroffen war der öffentliche Hochbau mit einer Reduktion von 12,6 % im Vergleich zum Januar 2025. Der gewerbliche und industrielle Hochbau verzeichnete einen Rückgang um 10,3 %, während der Wohnungsbau eine Abnahme von 7,0 % zeigte.
Entwicklung im Tiefbau
Entgegen der Entwicklung im Hochbau, zeigte der Tiefbau eine positive Dynamik mit einem Anstieg der Bauproduktion um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb des Tiefbaus legte der Straßenbau am meisten zu, mit einem Zuwachs von 3,2 %. Sowohl der gewerbliche und industrielle Tiefbau als auch der sonstige öffentliche Tiefbau verzeichneten jeweils eine Zunahme von 1,4 %.
Langfristiger Vergleich mit 2019
Ein Vergleich der Daten vom Januar 2026 mit dem gleichen Monat im Jahr 2019 zeigt eine substanzielle Erhöhung der Bauproduktion im Bauhauptgewerbe um 23,2 %, wobei sowohl der Hochbau (+8,4 %) als auch der Tiefbau (+43,5 %) über den Werten von 2019 liegen. Bemerkenswerte Zugewinne wurden im gewerblichen und industriellen Tiefbau mit einem Zuwachs von 55,0 % und im gewerblichen und industriellen Hochbau mit 5,5 % festgestellt.
Über IT.NRW
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