Bundesfinanzminister Lars Klingbeil legte kürzlich Zahlen zum Mittelabfluss 2025 vor, die auf signifikante Verbesserungen im Bereich der staatlichen Infrastrukturinvestitionen hinweisen. Laut dieser Daten bewegt sich die Investitionswende in Deutschland spürbar vorwärts. In den ersten elf Monaten 2025 zeigte der Straßenbau jedoch weiterhin ein Minus im Auftragseingang von über sieben Prozent. Trotzdem wird der Fortschritt als wichtiges Zeichen für den Straßenbau wahrgenommen, das die Zukunftsaussichten verbessert.
Unterstützung durch die Bundespolitik
Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, kommentierte die Entwicklung: „Zu Beginn der Legislaturperiode hat es in Sachen Investitionen kräftig geholpert. Vorläufige Haushaltsführung, Ausschreibungsstopp, eine Diskussion über die Zusätzlichkeit des Sondervermögens.“ Diese Phasen der Unsicherheit wurden jedoch konstruktiv überwunden, sodass der Finanzmittelabfluss nun gut investiert wird. Die Maxime von Bundeskanzler Friedrich Merz, „alles, was baureif ist, wird auch gebaut“, wird als entscheidend für die Investitionswende gesehen.
Notwendigkeit von Termin- und Kostensicherheit
Eine erfolgreiche Umsetzung der Investitionen erfordert laut Müller mutiges Handeln und eine Konzentration auf Termin- und Kostensicherheit bei öffentlichen Bauvorhaben. Insbesondere die mittelständische Bauindustrie hat gezeigt, wie bei Projekten wie der Rahmede-Brücke effizientes Arbeiten möglich ist. Wenn Bauunternehmen mehr Autonomie bei der Projektumsetzung haben, können Projekte pünktlich und innerhalb des Budgets abgeschlossen werden.
Chancen für den Mittelstand
Abschließend betonte Müller, dass diese Vorgehensweise nicht nur den Mittelstand stärkt, sondern auch die Glaubwürdigkeit staatlichen Handelns verbessert, indem sie erfolgreiche, termingerechte und budgetgerechte Projektabwicklungen demonstriert. Der Fokus auf eine nachhaltige und effiziente Investitionspolitik könnte somit einen entscheidenden Beitrag für die künftige Entwicklung der deutschen Tiefbauindustrie leisten.


