In Frankfurt am Main trafen sich kürzlich rund 20 Expertinnen und Experten aus dem Tiefbau zu einer wichtigen Koordinierungsbesprechung. Eingeladen hatten das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) sowie die Stadtentwässerung Frankfurt (SEF). Diese Runde diente dem Austausch über aktuelle Entwicklungen, strategische Themen und innovative Projekte im süd- und südwestdeutschen Raum.
Im Zentrum der Veranstaltung stand der intensive Dialog zwischen den Amtsleitungen. Diskutiert wurden unterschiedliche Umsetzungsstände und Projekte, wobei Best Practices geteilt und gemeinsame Perspektiven entwickelt wurden. Der interkommunale Austausch wurde erneut als ein zentraler Motor für Innovation und Weiterentwicklung im Tiefbau identifiziert.
Einblicke in Großprojekte: Baustelle U5 im Europaviertel
Ein bedeutender Programmpunkt war die Besichtigung der U5-Baustelle im Europaviertel, bei der aktuell die Arbeiten für den oberirdischen Bauabschnitt beginnen. Vor Ort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in die komplexen Abläufe dieses Großprojekts und in die zentralen Aufgaben eines modernen Straßenbauamtes.
Technologische Neuerungen: Vollelektrisches Reinigungsfahrzeug im Test
Ein besonders spannender Moment der Tagung war die Vorführung eines vollelektrischen Hochdruckspül- und Saugreinigungsfahrzeugs, das die Stadtentwässerung Frankfurt seit etwa einem Jahr testet. Dieses Fahrzeug ist Teil eines Pilotprojekts zum frühzeitigen Erproben klimafreundlicher Technologien. Trotz bereits erkennbarer Vorteile bei Emissionen und Lärm zeigen sich noch Optimierungspotenziale. Die Investition in vollelektrische Lösungen wird als wichtiger Schritt gesehen, von dem auch andere Kommunen profitieren können, indem sie aufwendige Erprobungsphasen umgehen.
Effizientes Straßenmanagement
Vorgestellt wurde das Projekt „Pavement Management – Straße für alle“, das zeigt, wie Straßenunterhaltung durch zeitgemäße Steuerungsinstrumente effizient und nachhaltig organisiert werden kann. Ergänzend dazu wurde der Masterplan Mobilität vorgestellt, der die Maßnahmen des ASE in einen übergeordneten strategischen Kontext einordnet.
Ein weiteres Diskussionsfeld umfasste innovative Arbeitsformen im öffentlichen Dienst. Das „New Work“-Konzept des ASE verdeutlicht, wie moderne Arbeitsumgebungen in Verwaltungsgebäuden erfolgreich durch flexible Raumgestaltung und zeitgemäße Bürostrukturen umgesetzt werden können.
Für Amtsleiterin Michaela C. Kraft war die Tagung ein besonderer Anlass: Nach zehn Jahren engagierter Arbeit in diesem Kreis wurde sie von den Kolleginnen und Kollegen verabschiedet. Die nächste Tiefbau- und Betriebsleitungstagung wird im November in Kassel stattfinden, bei der Eike Rothauge die Nachfolge antreten wird.



