Gewachsener Boden

29.06.2021

Von gewachsenem Boden ist die Rede, wenn seine Struktur durch natürliche Ablagerung oder Verwitterung des Ausgangsgesteins entstanden ist. Das Gegenteil wäre umgelagerter, angeschütteter oder aufgefüllter Boden. Dieser wurde nach der Entstehung bewegt.

Liegen auf dem Baugrundstück Auffüllungen oder Anschüttungen vor, dann ist im Bodengutachten häufig die Rede davon, dass auf gewachsenem Boden zu gründen ist. Dies hängt damit zusammen, dass aufgeschüttete Böden meist sehr inhomogen gelagert sind und keine ausreichende Tragfähigkeit besitzen. Für den gewachsenen Boden, dessen Eigenschaften räumlich meist recht vergleichbar sind, liegen in der Regel ausreichend Erfahrungswerte vor, um sein bodenmechanisches Verhalten abschätzen zu können, weshalb die Gründung auf gewachsenem Boden empfohlen wird.

Gewachsener Boden ist als Überbegriff zu verstehen, der nur etwas über die Entstehung des Bodens, nicht jedoch etwas über seine Eigenschaften aussagt. Die Eigenschaften sind maßgeblich von der Bodenart geprägt, etwa ob es sich um nichtbindige, bindige oder organische Böden handelt. All diese Bodenarten können natürlich auch umgelagert vorkommen.

Auch interessant:

Große Flottenstärkung bei Galabauer Gzimi mit Cat-Baumaschinen

Große Flottenstärkung bei Galabauer Gzimi mit Cat-Baumaschinen

Galabauer Gzimi, ein Unternehmen aus Olching, hat im Zuge seiner kontinuierlichen Modernisierungsstrategie in 26 Baumaschinen des Herstellers Cat investiert. Dies stellt einen entscheidenden Schritt dar, um die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit in der Region...

Kaimauer-Sanierung in der Hamburger Speicherstadt mit Spezialbeton

Kaimauer-Sanierung in der Hamburger Speicherstadt mit Spezialbeton

In der Hamburger Speicherstadt, einem UNESCO-Welterbe seit 2015, wird derzeit die historische Kaimauer am Kehrwieder saniert. Diese Maßnahme ist notwendig geworden, da die über 100 Jahre alten Bauwerke deutliche Abnutzungserscheinungen und Schäden aufweisen. Ziel ist...

Neueste Lexikoneinträge:

Probenahme nach LAGA PN 98

Die LAGA PN 98 (LAGA-Mitteilung 32, Stand Mai 2019) ist eine seit 2001 geltende fachliche Richtlinie für die einheitliche Probenahme fester Abfälle und abgelagerter Materialien bei stofflicher Verwertung oder Beseitigung. Sie standardisiert das Vorgehen bei der...

Technisches Bauwerk im Sinne der Ersatzbaustoffverordnung

Die Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV) ist seit dem 1. August 2023 in Kraft und regelt den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe (MEB) in „technische Bauwerke“. Ob ein Vorhaben als technisches Bauwerk einzuordnen ist, entscheidet regelmäßig darüber, welche...

Bodenverbesserung mit Kalk im Erdbau

Kalkbehandlung ist im Erdbau eine gezielte chemisch-mineralogische Veränderung des anstehenden Bodens, um Einbaufähigkeit, Verdichtbarkeit und Tragverhalten zu verbessern oder dauerhaft zu stabilisieren. Praktisch entscheidend ist dabei, dass sich insbesondere...

Geotechnische Kategorien nach EC 7, DIN 1054, DIN 4022

Geotechnische Kategorien dienen der Festlegung von Mindestanforderungen an Umfang und Qualität von Baugrundaufschlüssen, Feldversuchen und geotechnischen Laboruntersuchungen in Abhängigkeit von Bauaufgabe und Baugrund. Es wird zwischen drei Kategorien unterschieden,...

Geotechnische Kategorie GK 3

Nach DIN EN 1997-1 (Eurocode EC 7) bzw. DIN 4020 und DIN 1054 wird zwischen drei verschiedenen Geotechnischen Kategorien unterschieden. In diesem Artikel wird die Geotechnische Kategorie GK 3 umfassend erläutert. Eine Übersicht und grundsätzliche Informationen finden...