Neues Baustoffzentrum Ruhrtal etabliert sich im Dortmunder Hafen

01.02.2026

Das Baustoffzentrum Ruhrtal eröffnet im Dortmunder Hafen. Bild (c) Stricker-Gruppe
Das Baustoffzentrum Ruhrtal eröffnet im Dortmunder Hafen. Bild (c) Stricker-Gruppe

Mit der Eröffnung des Baustoffzentrums Ruhrtal im Dortmunder Südhafen präsentiert die Stricker-Gruppe in Kooperation mit BFV-Recycling einen zentralen Umschlagplatz für mineralische Baustoffe im Ruhrgebiet. Auf einer Fläche von rund 32.000 m² sollen Annahme, Aufbereitung, Zwischenlagerung und Weitertransport effizient gebündelt werden. Der Standort bietet durch seine trimodale Anbindung – Straße, Schiene, Wasser – eine strategische Rolle für den westdeutschen Bausektor.

Rund acht Millionen Euro wurden in die Errichtung des Zentrums investiert, das neben einer Aufbereitungsanlage auch moderne Maschinen umfasst. Der Standort profitiert von einem 700 m langen Gleisanschluss und der zukünftigen Anbindung über die Autobahn OW 3a. Diese Infrastruktur ermöglicht maximale Flexibilität bei den Transportwegen und eine hohe Versorgungssicherheit.

Fokus auf Gleisbaustoffe und Recycling

Das Baustoffzentrum konzentriert sich insbesondere auf Gleisbaustoffe wie Gleisschotter, übernimmt aber auch Materialien für Hoch- und Tiefbau sowie industrielle Anwendungen. Die beiden Partner, die Stricker-Gruppe und BFV-Recycling, betonen die Zertifizierung und nachhaltige Nutzung von Baustoffen als Kern ihrer Strategie. Sie setzen auf hochwertiges Recycling statt auf Deponierung.

Ein zentraler Bestandteil des Zentrums ist die Aufbereitung gebrauchter Gleisschotter: Diese werden gesiebt, gereinigt und so verarbeitet, dass sie technisch gleichwertig wieder eingebaut werden können. Vor der Aufbereitung erfolgt eine umfassende Analyse der Materialien; Recyclingbaustoffe werden in ihrem Einsatzbereich spezifisch zertifiziert.

Das Gelände ermöglicht die kurzfristige Lagerung von bis zu 100.000 Tonnen Schüttgütern. Die Materialien sollen möglichst schnell weitertransportiert werden, um einen reibungslosen Durchfluss zu gewährleisten. Dabei erfolgt Schotterzufuhr nicht nur aus Recyclingprozessen, sondern auch direkt aus Steinbrüchen. Bestehende Kooperationen mit Steinbrüchen, etwa im Sauerland und Norwegen, ergänzen die Kapazitäten.

Aktuelle Projekte und Zusammenarbeit

Das Potenzial des Baustoffzentrums wird bereits durch erste Projekte unter Beweis gestellt. Unter anderem werden 20.000 Tonnen Schotter für den Rhein-Ruhr-Express bereitgestellt, und umfangreiche Gleissanierungen etwa in Köln und Hagen werden unterstützt. Mit Stricker Rose Rail, einer weiteren Beteiligung der Stricker-Gruppe, wird zudem die angrenzende Bahnstrecke revitalisiert, um den trimodalen Ansatz weiterzuführen.

Das Baustoffzentrum Ruhrtal bietet der Bauwirtschaft durch die Verbindung von Recycling, Qualitätssicherung und Logistik einen leistungsstarken Knotenpunkt im Dortmund Hafen. Kunden profitieren von kurzen Wegen, hoher Verfügbarkeit und nachhaltigen Lösungen, die für bevorstehende Sanierungsprojekte im Bau- und Infrastruktursektor erforderlich sind.

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