Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat die Klimaziele des Baukonzerns STRABAG für das Jahr 2030 offiziell validiert. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine direkten Emissionen sowie jene aus eingekaufter Energie um 42 Prozent im Vergleich zu 2023 zu reduzieren. Zudem plant STRABAG, die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette um 25 Prozent zu verringern. Dies betrifft vor allem die Bereiche eingekaufte Baustoffe und die Nutzungsphase der Bauwerke.
Drei Pfeiler der Emissionsreduktion
STRABAG fokussiert sich auf drei wesentliche Maßnahmen zur Emissionssenkung. Erstens wird ein erheblicher Teil der konzernbezogenen Fahrzeuge, sowohl PKW als auch Nutzfahrzeuge, zukünftig elektrisch betrieben. Zweitens sollen rund zwei Drittel der Baumaschinen auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Hierbei setzt STRABAG auf den Einsatz von HVO sowie auf alternative Antriebstechnologien für schwere Maschinen, darunter auch ein Wasserstoff-Radlader, der in Österreich getestet wird. Drittens plant das Unternehmen, die Emissionen der Asphaltmischanlagen schrittweise zu reduzieren. Entlang der Wertschöpfungskette setzt STRABAG auf emissionsarme Materialien, eine effiziente Planung und eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Lieferkette.
Wissenschaftlich fundierte Strategie
STRABAG sieht die Validation durch die SBTi als Bestätigung für ihre Nachhaltigkeitsstrategie. Dr. Marco Xaver Bornschlegl, Zentralbereichsleiter für Innovation & Digitalisierung bei STRABAG, betont die Notwendigkeit, dass glaubwürdige Klimaziele transparent, vergleichbar und wissenschaftsbasiert sein müssen. Die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien wird als essentiell angesehen, um das Ziel einer moderaten globalen Erwärmung zu erreichen. Dies erfordert laut Bornschlegl eine enge Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und politischen Akteuren.
Hintergrund der SBTi-Zertifizierung
Die Science Based Targets initiative ist ein Netzwerk mehrerer Nichtregierungsorganisationen (NGO), die seit 2015 existiert. Weltweit haben sich über 1.000 Unternehmen angeschlossen, um wissenschaftlich fundierte Klimaziele zu setzen und die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens. STRABAG hatte sich bereits Ende 2024 zur SBTi bekannt und erhielt nun die Bestätigung der kurzfristigen Ziele bis 2030 nach detaillierter Prüfung.
STRABAGs Engagement im Bauwesen
STRABAG SE ist ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen und fokussiert sich auf Innovation sowie Kapitalstärke. Das Unternehmen bietet umfassende Dienstleistungen in der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab, von der Planung bis zum Rückbau. STRABAG investiert in aktuell mehr als 250 Innovations- und 400 Nachhaltigkeitsprojekte, getragen von etwa 89.000 Mitarbeitern. Jährlich erzielte das Unternehmen eine Leistung von rund 20 Milliarden Euro.



