Bilanz nach 15 Monaten Ersatzbaustoffverordnung: „Weder Top noch Flop“

24.11.2024

Beim 10. bvse-Mineraliktag betonte Michael von Malottky, Vorsitzender des bvse-Fachverbands Mineralik, die erzielten Fortschritte. Rund 140 Teilnehmende diskutierten über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen, darunter notwendige Anpassungen der EBV. Stefan Schmidmeyer, bvse-Geschäftsführer, forderte, die Praktikabilität und Akzeptanz durch gesetzliche Änderungen zu stärken, insbesondere durch ein frühzeitiges Abfallende für Ersatzbaustoffe.

Die dritte Version der Vollzugshilfe LAGA M23 soll bis Mai 2025 weitere Klarstellungen liefern. Erste Schritte zur Förderung von Sekundärbaustoffen zeigen sich in Rheinland-Pfalz, wo öffentliche Ausschreibungen produktneutral gestaltet werden. Dennoch fehlt eine bundesweit einheitliche Praxis. Walburga Sodermanns-Peschel vom Deutschen Abbruchverband forderte Rechtssicherheit bei rechtlichen Regelungen.

Thomas Fischer, Geschäftsführer von QUBA, hob die Bedeutung der Qualitätssicherung hervor, unterstützt durch mehr als 1.300 QUBA-Zertifikate seit Einführung der EBV. Neue Impulse für die Branche setzen KI und Digitalisierung. Auch der Klimawandel fordert Anpassungen, etwa durch CO2-Reporting-Tools und innovative Ansätze wie die Nutzung von Abbruchbeton als CO2-Senke.

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