In der Molkereistraße in Uedem fand ein bemerkenswertes Experiment statt, wie der WDR berichtet. Auszubildende und Studierende präsentierten ihren umgebauten Bagger, der nun mit Wasserstoff betrieben wird. Nach intensiver Planung und Umsetzung stellte sich die Frage: Funktioniert der Bagger tatsächlich mit dem neuen Antrieb?
Der Transformationsprozess: Planung und Umsetzung
Das Projekt dauerte insgesamt fünf Tage, in denen mehrere Gruppen an unterschiedlichen Systemen parallel arbeiteten. Ali Akury-Eyembe, Student der Hochschule Rhein-Waal, erklärt: „Wir hatten fünf Gruppen, die an verschiedenen Systemen gearbeitet haben.“ Der ursprüngliche Verbrennungsmotor wurde durch einen wasserstoffbasierten Antrieb ersetzt. Das Ziel dabei war ein „Proof of Concept“. Diese technische Demonstration sollte zeigen, dass ein solcher Antrieb grundsätzlich machbar ist.
Motivation und Herausforderungen
Für Ali Akury-Eyembe war der Makeathon ein lehrreicher Praxistest. „Ich habe so viel gelernt, von allem ein bisschen“, äußerte er sich über seine Erfahrungen. Auch die Auszubildenden von Omexom machten wichtige Entdeckungen. Thomas Schmitz, Auszubildender bei Omexom, deutet die Bedeutung des Projekts an: „Vielleicht ist das die Zukunft.“ Besonders die Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein-Waal eröffnete neue Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.
Theorie trifft Praxis
Die erfolgreiche Umsetzung des Prototyps wurde wissenschaftlich von der Hochschule Rhein-Waal betreut. Prof. Dr.-Ing. Peter Kisters betont die Bedeutung der Verbindung von theoretischem Wissen mit praktischen Anwendungen. Organisiert wurde der Makeathon in Zusammenarbeit mit Partnern wie ITQ GmbH, Omexom, Hexagon Purus, der IHK Niederrhein, dem Förderverein der Hochschule Rhein-Waal und MAKS.
Potenzial des Wasserstoffantriebs im Tiefbau
Wasserstoff wird als potenziell umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen gesehen, besonders für den Einsatz in großen Maschinen. Der Bagger in Uedem fährt nun ohne den klassischen Verbrennungsmotor, was neue Wege zur Reduzierung von Emissionen aufzeigt. Ob derartige Lösungen wirtschaftlich und dauerhaft im Tagesgeschäft einsetzbar sind, bleibt durch weitere Tests zu klären.


