Effizientes Materialgrößenmanagement im Tagebau mit dem Surface Miner 220 Sm(i) 3.8

14.04.2026

Der Surface Miner 220 SM(i) 3.8 im Betrieb beim Kohleabbau mit dem Windrow-Verfahren. Bild (c) Wirtgen Group
Der Surface Miner 220 SM(i) 3.8 im Betrieb beim Kohleabbau mit dem Windrow-Verfahren. Bild (c) Wirtgen Group

Die präzise Steuerung der Materialgröße ist ein entscheidender Faktor für effiziente Arbeitsprozesse im Tagebau. Der Vario Impact Sizer (VIS) von Wirtgen bietet hierfür eine innovative Lösung für den Surface Miner 220 SM(i) 3.8. Dieses System ermöglicht eine flexible und präzise Anpassung an unterschiedliche Betriebsbedingungen und Materialanforderungen. Der VIS wurde intensiv in der Praxis getestet und hat sich insbesondere im Kohle- und Bauxitabbau als effektiv erwiesen.

Technische Details des Vario Impact Sizer

Im Kern des VIS befindet sich ein geteiltes Prallblech, das am Schneidwalzengehäuse montiert ist. Dieses Blech verfügt über zwei Verstellmechanismen, die eine genaue Kontrolle über das Prozessmaterial ermöglichen. Der einstellbare Spalt zwischen der Platte und der Schneidwalze kann in fünf Stufen eingestellt werden, um die Partikelgröße durch entsprechende Zerkleinerung zu beeinflussen. Kleinere Spalte bewirken eine stärkere Zerkleinerung, größere Spalte führen zu gröberem Material. Die Anpassung dieser Einstellungen dauert etwa 10 Minuten. Zusätzlich können Abdeckungen an den Löchern im Abstreifer in vier Einstellungen geöffnet oder geschlossen werden, um die Steuerung weiter zu verfeinern.

Robustheit und Integration in den Maschinenprozess

Der Vario Impact Sizer ist effektiv in den gesamten Materialverarbeitungsprozess integriert, da er direkt am Schneidwalzengehäuse befestigt ist. Das System zeigt sich besonders anpassungsfähig bei der Zerkleinerung von unterschiedlichen Gesteinsarten wie Kohle, Bauxit oder Kreide. Dank seiner robusten Bauweise und der nahtlosen Integration kann der VIS selbst den rauesten Bedingungen im Bergbau standhalten und bietet gleichzeitig eine hohe Stabilität und Langlebigkeit.

Praxisbeispiele aus dem Kohle- und Bauxitabbau

Die Praxisdemonstrationen des VIS wurden unter anderem im indischen Kohlebergbau durchgeführt, wo das System die Partikelgrößensteuerung optimierte und eine Zielgröße von unter 100 mm erreichte. Im Bauxitabbau in Guinea konnten in verschiedenen Regionen wie Boffa und Boké beeindruckende Ergebnisse erzielt werden. In Boffa ermöglichte die vollständige Öffnung des Sizers eine Schnitttiefe von 300 mm, gepaart mit einer hohen Vorschubgeschwindigkeit, während in Boké Materialgrößen von weniger als 100 mm erzielt wurden, was die Flexibilität des Systems unter Beweis stellte.

Optimierung der Prozessbedingungen

Der Vario Impact Sizer unterstützt Maschinenbediener durch eine präzise Steuerung der maximalen Partikelgröße. Unterschiedliche Systemeinstellungen beeinflussen maßgeblich Leistungsparameter wie Partikelgrößenverteilung, Produktionsleistung und Energieverbrauch. So ermöglicht der VIS eine Optimierung der Balance zwischen Materialanforderungen, Prozessstabilität und Wirtschaftlichkeit. Dies hebt seine Bedeutung als Werkzeug für ein effektives Materialgrößenmanagement im modernen Tagebau hervor.

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