Neuer Fräsmischer LMC 80 von Liebherr für Baugrundverbesserungen

03.07.2026

Der Fräsmischer LMC 80 erweitert das Portfolio von Liebherr im Bereich Bodenmischverfahren. Bild (c) Liebherr
Der Fräsmischer LMC 80 erweitert das Portfolio von Liebherr im Bereich Bodenmischverfahren. Bild (c) Liebherr

Liebherr hat sein Portfolio um den Fräsmischer LMC 80 erweitert, der geräusch- und vibrationsarme Verfahren bei der Baugrundverbesserung ermöglicht. Basis für diese Erweiterung sind die Ramm- und Bohrgeräte LRB 23 und LRB 355, die als Trägergeräte fungieren. Damit bietet Liebherr ein Komplettpaket, das alle notwendigen Komponenten integriert.

Technische Spezifikationen des LMC 80

Der Fräsmischer LMC 80 ist für verschiedenste Böden geeignet und unterstützt die Erstellung von tragenden oder dichtenden Elementen zur Baugrundverbesserung. Seine vier Fräsräder werden mit einem maximalen Drehmoment von zweimal 80 Kilonewtonmeter betrieben, wobei eine Drehzahl von bis zu 30 Umdrehungen pro Minute erreicht werden kann. Die Kompatibilität mit den Trägergeräten LRB 23 und LRB 355 erlaubt die Herstellung von Bodenmischelementen in Tiefen von 36 beziehungsweise 40 Metern. Je nach Anforderungen können Lamellen mit einem Querschnitt von 2.800 mal 500 bis 1.000 Millimeter verbaut werden. Ein entscheidender Vorteil des LMC 80 ist die Möglichkeit, die Mischachse um 135 Grad zu schwenken, ohne den Mäkler zu bewegen.

Integration und Bedienung

Die Bedienung des Fräsmischers ist nahtlos in das bekannte Bedienkonzept der Trägergeräte eingebunden. Eine Echtzeit-Vertikalitätsmessung sorgt für präzise Arbeitsabläufe, indem Abweichungen direkt am Betriebsmonitor angezeigt werden. Ergänzend erlaubt das Positionierungssystem LIPOS die punktgenaue Ausrichtung des LMC 80 im Baufeld über Satellitentechnik. MyJobsite, eine digitale Lösung für den Spezialtiefbau, ermöglicht die umfassende Erfassung und Auswertung von Prozess- und Maschinendaten, was eine optimierte Arbeitsorganisation unterstützt.

Einsatzflexibilität und Effizienz

Der LMC 80 wird dem Trägergerät in liegender Position angebracht, was sowohl Zeit spart als auch Arbeitssicherheit erhöht, da Höhenarbeiten entfallen. Die Vorschubwinde hebt die Mischeinheit in die betriebsbereite Position. Eine einfache Umrüstung der Trägergeräte für andere Spezialtiefbauanwendungen wie Rammen oder Bohren erhöht die Wirtschaftlichkeit für Kunden, da das Trägergerät vielseitig einsetzbar ist.

Umweltfreundliche Aspekte

Der Einsatz des LMC 80 bietet aus ökologischer und wirtschaftlicher Perspektive Vorteile. Der Verzicht auf den Transport von großen Mengen an Baumaterialien und Aushub minimiert Umwelteinflüsse. Bestehendes Bodenmaterial wird mit Bindemittel-Suspension direkt vor Ort verarbeitet. Damit trägt Liebherr zu umweltverträglichen Bauprozessen bei und entspricht der Marktanforderung nach lärm- und vibrationsarmen Verfahren.

Die Einführung des LMC 80 erfolgte im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Liebherr-Werk Nenzing GmbH und steht nun sofort zur Verfügung.

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