Der L 566 H von Liebherr repräsentiert einen innovativen Ansatz im Bereich der Antriebstechnologien für Großradlader, indem er das Potenzial eines wasserstoffbetriebenen Motors nutzt. Dieser Prototyp, der auf der Bauma 2025 präsentiert werden soll, demonstriert die Verbindung bewährter Maschinenleistung mit alternativer Energie. Der Artikel beleuchtet die wesentlichen Merkmale, die den Wasserstoff-Radlader kennzeichnen und seine Vorteile hervorheben.
Leistungsstarker Antrieb für schwere Maschinen
Untersuchungen von Liebherr zeigen, dass Wasserstoff besonders gut für größere Maschinen mit einem Einsatzgewicht von bis zu 40 Tonnen geeignet ist. Der von Liebherr entwickelte Wasserstoffmotor zeichnet sich durch hohe Leistungsstärke und Effizienz aus und steht damit den dieselbetriebenen Modellen in nichts nach. Die robuste Bauweise des Motors gewährleistet die notwendige Stabilität und Zuverlässigkeit für anspruchsvolle Anwendungen.
Schnelle Betankung für effizienten Einsatz
Ein herausragendes Merkmal des L 566 H ist die kurze Betankungszeit. Der Radlader kann nach einer vollständigen Arbeitsschicht in nur 10 bis 15 Minuten an einer stationären H₂-Tankstelle oder über mobile Betankungslösungen aufgetankt werden. Diese Flexibilität ist vor allem auf Baustellen ohne ausgereifte Infrastruktur von Bedeutung und ermöglicht den effizienten Einsatz des Geräts.
Bewährtes Maschinenkonzept mit neuem Motor
Der L 566 H basiert auf dem bewährten XPower-Maschinenkonzept, das bekannte Technik mit einem neuen Antrieb kombiniert. Der leistungsverzweigte XPower-Fahrantrieb bleibt erhalten, während der Wasserstoffmotor nahtlos in das bestehende Maschinenkonzept integriert wird. Die Entwicklung des Motors erfolgt im Liebherr-eigenen Motorenwerk in Bulle (Schweiz), was die Effizienz, Qualität und den Servicevorteil weiter steigert.
Bewährung unter extremen Bedingungen
Der Wasserstoffantrieb des L 566 H eignet sich aufgrund seiner robusten Komponenten und hohen Speicherfähigkeit besonders für den Einsatz unter härtesten Bedingungen, etwa in Kieswerken und Steinbrüchen. Aktuell erprobt STRABAG den Radlader im Kanzelsteinbruch Gratkorn in einem mehrjährigen Testbetrieb, um wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung von Wasserstoffantrieben zu gewinnen.
Emissionen reduzieren mit grünem Wasserstoff
Der Einsatz von grünem Wasserstoff, erzeugt aus Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie, ermöglicht einen nahezu emissionsfreien Betrieb des Motors. Der L 566 H operiert dabei CO₂-frei und mit minimalen Stickoxidemissionen, was Bauunternehmen die Möglichkeit bietet, ihre Baustellen nachhaltiger zu gestalten. Dabei kann die hohe Leistungsfähigkeit des Geräts ohne Einschränkungen in der Effizienz genutzt werden.
Der L 566 H von Liebherr zeigt im Rahmen eines technologieoffenen Ansatzes die vielversprechenden Anwendungen von Wasserstoffantrieben in der Praxis. Der Prototyp fungiert als Vorreiter in der Entwicklung effizienter und zuverlässiger Antriebsvarianten für größere Baumaschinen.




