Die DHS Bodenmanagement GmbH & Co. KG plant die Erweiterung ihrer DK 0-Bodendeponie an der Heipker Straße in Lage. Das Unternehmen hat hierfür eine Plangenehmigung gemäß § 35 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes beantragt. Die Erweiterung umfasst ein zusätzliches Schüttvolumen von insgesamt 1.400.000 m³, wobei 36.500 m³ auf unbelasteten Boden entfallen, der zur Einhaltung des Flurabstandes dient.
Technische Details der Deponieerweiterung
Der geplante Ausbau der Bodendeponie berücksichtigt mehrere technische Aspekte. Die geologische Barriere ist mit einem Volumen von circa 121.800 m³ geplant, welches auch für die angestrebte Rekultivierungsschicht vorgesehen ist. Das aufzubringende Deponiematerial umfasst ungefähr 1.156.000 m³. Die Bruttofläche der Erweiterung beträgt 12,72 Hektar und grenzt direkt an die bestehende Deponie an. Ein Überlappungsbereich von rund 9,12 Hektar ist ebenfalls Teil der Planung. Eine Beseitigung des Böschungsprofils zwischen der bestehenden Deponie und dem Erweiterungsabschnitt sowie eine zusätzliche Erhöhung um 2 bis 5 Meter auf etwa 108 Meter NHN sind in der Planung berücksichtigt.
Gestaltung und Rekultivierung
Das Projekt sieht die Entstehung eines Plateaus mit kleinen Reliefs vor. Die Böschungsneigungen des Deponiekörpers sind mit einem Verhältnis von etwa 1:10 vorgesehen. Ein Deponierandstreifen von 15 bis 18 Metern wird den Deponiekörper umgeben. Diese Randbereiche werden nicht mit Deponiegut verfüllt. Stattdessen erfolgt eine kurzfristige Bepflanzung und Rekultivierung, um die Anpassung an das umliegende Gelände zu verbessern. Die geologische Barriere des Deponierandstreifens wird aus Oberboden und Abraum gefertigt.
Langfristige Kapazitätserweiterung
Die anvisierte Erweiterung führt zu einem jährlichen Verfüllvolumen von circa 100.000 Tonnen. Dadurch könnte sich die Betriebsdauer der Deponie um etwa 20 bis 25 Jahre verlängern. Die bestehende Deponie verfügt bereits über eine genehmigte Kapazität von rund 1.600.000 m³ auf einer Fläche von 24,93 Hektar. Die Planungsunterlagen, die umfassende Details des Vorhabens bieten, liegen seit Januar 2026 zur Einsichtnahme in den betroffenen Städten und Gemeinden aus und sind ebenfalls über das UVP-Portal zugänglich.



