Auf der Autobahn A 44 im Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Lank-Latum und Düsseldorf-Messe wurden durch eine Kooperation von PORR Verkehrswegebau und Eurovia die Fahrbahndecken erneuert. Diese Maßnahme fand unter Vollsperrung statt. Der betreffende Abschnitt ist Teil des Düsseldorfer Autobahnrings und spielt eine zentrale Rolle für die Verkehrsinfrastruktur der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Die termingerechte Fertigstellung war daher von höchster Priorität.
Bauvorhaben mit knappen Zeitfenstern
Das Projekt war durch enge Zeitfenster geprägt, mit lediglich sechs Tagen verfügbar je Richtungsfahrbahn. Bereits im September 2025 begann das ARGE-Team mit der Sanierung der Richtungsfahrbahn Mönchengladbach. Aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen erfolgte die Verschiebung der Arbeiten auf der Gegenfahrbahn vom Herbst auf das Frühjahr 2026. Jedes Baufeld umfasste ca. 9.000 Quadratmeter Deckschicht im konventionellen Mehrschichtaufbau, etwa 47.000 Quadratmeter im Heiß-auf-Heiß-Verfahren sowie 16.500 Quadratmeter Gussasphalt für die Fahrbahndecke der Flughafenbrücke.
Effizienz durch fortschrittliche Technik
Zur Minimierung der Sperrzeiten kam die Inline-Pave-Technologie zum Einsatz. Dieses Verfahren ermöglicht den kontinuierlichen Einbau mehrerer Asphaltschichten in einem einzigen Arbeitsgang. Nachts arbeiteten zwei Einbauzüge zusammen auf rund 950 Meter langen Abschnitten. Tagsüber umfassten die Arbeiten die Sanierung der Auf- und Abfahrten sowie der rund 1,2 Kilometer langen Brücke.
Um im engen Zeitrahmen von sechs Tagen zu bleiben, wurden die Arbeiten im Mehrschichtbetrieb durchgeführt. Sämtliche erforderliche Leistungen, vom Fräsen über den Einbau und die Fugenherstellung bis hin zu Markierung und abschließender Reinigung, konnten fristgerecht abgeschlossen werden.
Herausforderungen in der Planung und Ausführung
Projektleiter Marcel Hemker, dessen langjährige Erfahrung in der Deckensanierung von Autobahnen liegt, betonte die Bedeutung einer perfekten Koordination aller beteiligten Gewerke: „Bei Projekten dieser Art ist die perfekte Koordination aller Gewerke entscheidend. Materialzufuhr, Fräsgut-Abtransport und unsere vier Mischanlagen müssen wie ein Schweizer Uhrwerk zusammenarbeiten.“ In jeder Nachtschicht waren bis zu 72 Sattelzüge im Einsatz, um die engen Vorgaben mit hoher Präzision und Teamarbeit zu erfüllen.
Die Sanierung dieses bedeutenden Autobahnabschnitts stellte aufgrund der engen Zeitvorgaben und der technischen Anforderungen eine anspruchsvolle Operation dar, die durch den Einsatz der Inline-Pave-Technologie erfolgreich abgeschlossen wurde.



