Die Anzahl der Auszubildenden in der Bauwirtschaft von Baden-Württemberg hat im Jahr 2025 einen signifikanten Anstieg erfahren. Laut den Berechnungen der Sozialkasse der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) absolvierten bis zum Jahresende insgesamt 5.970 junge Menschen eine Ausbildung in einem Bauberuf. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Azubis im ersten Lehrjahr, der mit 15,9 Prozent zu Buche schlägt.
Bedeutung der Ausbildung in der Bauwirtschaft
Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, betont die Wichtigkeit dieser Entwicklung angesichts des hohen Fachkräftebedarfs in der Branche. Er zeigt sich erfreut über die gestiegenen Ausbildungszahlen und verweist auf die hervorragenden Perspektiven, die eine Qualifikation in einem Bauberuf bietet. „Der Baubedarf in den kommenden Jahren ist riesig, etwa im Wohnungsbau, in der Infrastruktur oder in der energetischen Gebäudesanierung“, so Möller.
Vergleich mit anderen Branchen
Im Vergleich zu anderen Branchen fällt der positive Trend in der Bauwirtschaft besonders ins Auge. Während die Gesamtzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Südwesten laut dem Statistischen Landesamt um 2,6 Prozent gesunken ist, kann die Bauwirtschaft vor allem im Hoch- und Tiefbau deutliche Zuwächse verzeichnen. Hier stiegen die Zahlen um 29,6 bzw. 30,6 Prozent. In der Sparte Ausbau stieg die Anzahl der Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr um 9,3 Prozent.
Attraktivität der Bauwirtschaft
Möller hebt die zahlreichen Vorteile einer Ausbildung in der Bauwirtschaft hervor. Dazu zählen sichere Arbeitsplätze, attraktive Aufstiegschancen und gute Verdienstmöglichkeiten. Die Bauwirtschaft bietet engagierten Nachwuchskräften vielfältige Karrierewege, die vom Vorarbeiter über den Polier und den Meister bis hin zum Bauingenieur reichen können. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei eine Ausbildung in einem Bauberuf eine lohnenswerte Investition in die Zukunft, so Möller abschließend.



