Die Hauptbauleistungen des zweiten Abschnitts der A 26 Linzer Autobahn wurden an die Bietergemeinschaft Swietelsky Tunnelbau GmbH und Swietelsky AG vergeben. Die Auftragssumme beträgt rund 376 Millionen Euro. Der Baustart ist für den Sommer 2026 geplant und umfasst den Tunnel Freinberg, den Bahnhofsknoten und die Unterflurtrasse Waldeggstraße.
Hartwig Hufnagl, Vorstand der ASFINAG, erklärt, dass die A 26 das Verkehrsaufkommen in Linz signifikant reduzieren wird. Dies dürfte die Lebensqualität erhöhen und die Pendelwege verkürzen. Zudem betrachtet Hufnagl die Investition als wirtschaftlichen Impuls für Linz. Er zeigt sich erfreut darüber, dass sich ein Linzer Unternehmen bei der Ausschreibung durchsetzen konnte.
Zwei Baulose an Swietelsky vergeben
Peter Krammer, CEO der Swietelsky AG, betont die Bedeutung der Auftragserteilung für das Linzer Unternehmen. Der Zuschlag für sowohl das Tunnelprojekt als auch den Ingenieurtiefbau ist für Swietelsky ein Zeichen des Vertrauens in ihre Kompetenz. Laut Krammer steht das Unternehmen für technisch anspruchsvolle Infrastruktur, umgesetzt von erfahrenen Teams.
Laut Günter Steinkellner, Landesrat für Infrastruktur Oberösterreich, ist die A 26 ein Schlüsselprojekt zur Entlastung des Verkehrs in Linz. Die unterirdische Verkehrsführung soll Sicherheit und eine merkliche Verbesserung für tägliche Nutzer bieten. Auch die Leistungsfähigkeit des gesamten Verkehrsnetzes solle dadurch gestärkt werden, was die Attraktivität des Standorts Linz nachhaltig erhöht.
Details zum Freinbergtunnel
Das Herzstück der zweiten Etappe ist der Freinbergtunnel. Mit einer Länge von über drei Kilometern verläuft er unter dem Freinberg sowie den Straßen Ziegelei- und Waldeggstraße. Während des Baus sollen weiterhin zwei Fahrspuren in jede Richtung zur Verfügung stehen, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen. Ziel ist eine Verkehrsberuhigung des Stadtteils.
Die Waldeggstraße wird umfassend neugestaltet. Dies beinhaltet größere Gehwege, spezialisierte Busspuren und einen verbesserten Radweg. Zudem soll der Bereich neu begrünt werden. Auch nach der Neugestaltung bleiben bestehende Verbindungen erhalten.
Finanzierung und Fertigstellung
Das gesamte Projekt A 26 erfordert eine Investition von 1,2 Milliarden Euro. Davon trägt das Land Oberösterreich zehn Prozent und die Stadt Linz fünf Prozent. Die Verkehrsfreigabe der neuen Trasse ist für das Jahr 2032 geplant.



