In Frankfurt am Main erfolgte der Aushub der Baugrube für eine neue Schlammfaulungsanlage auf dem Gelände der Kläranlage der Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF). Für dieses ehrgeizige Projekt wurden von Bauer Resources insgesamt rund 45.000 m³ Boden bewegt. Dies geschah mit modernster Technik, um die Abwasserbehandlung der Stadt zukunftssicher zu gestalten. Die Bauarbeiten erstreckten sich über eine Fläche von rund 5.800 m² und wurden von der W. Schmidt-Diehler GmbH gemeinsam mit Spezialisten der Bauer Umwelt und der Bauer Spezialtiefbau GmbH koordiniert.
Bodenaushub mit Wiederverwendung im Fokus
Die Bauarbeiten begannen im Februar 2025 und wurden bis Ende September 2025 abgeschlossen. Eine Herausforderung bestand darin, dass die Baufläche in den 1960er-Jahren mit variierenden Materialien bis zu 4 m aufgefüllt wurde. Felix Blanco Ochando, Oberbauleiter im Bereich Bauer Umwelt der Bauer Resources GmbH, erläuterte: „Wir mussten den aufgefüllten Boden sauber vom gewachsenen Kies trennen, um Letzteren nachhaltig wiederverwenden zu können, zum Beispiel als Zuschlagstoff für Beton.“ Dieser Prozess betont das Ziel, Materialien im Kreislauf zu halten und den Bedarf an neuen Ressourcen zu verringern.
Drei Bauphasen: abtragen, bohren, ausheben
Die Bauarbeiten gliederten sich in drei Phasen. Zunächst wurde das Auffüllmaterial entfernt und ein stabiles Bohrplanum auf rund 6.700 m² durch Kalk-Zement-Einfräsen hergestellt. Die zweite Phase umfasste das Einbringen von Schneckenortbetonpfählen sowie die Erstellung einer Spundwand im U-Jagged-Verfahren mit einer erhöhten Steifigkeit, was in diesem Fall keine Rückverankerung erforderte. Um die Standsicherheit weiter zu erhöhen, wurden in einigen Bereichen Bohr- und GEWI-Anker gesetzt. Blanco Ochando betont, dass die Kombination verschiedener Verfahren und die Zusammenarbeit von Bauer Resources und Bauer Spezialtiefbau einen reibungslosen Verlauf ermöglichten.
In dieser Phase wurden auch die Rückverankerungen für die Spundwand fertiggestellt, während gleichzeitig Kampfmittelverdachtsflächen sondiert wurden. Zudem begann der Endaushub mit dem Einsatz eines halbautonomen Semi-GPS-3D-Baggers, der eine hohe Präzision und Effizienz sicherstellte. „Per Knopfdruck zog der Bagger das Planum fast von allein. Präziser und effizienter geht es kaum“, kommentierte Blanco Ochando.
Schlüsselfertige Übergabe an den Hochbau
In der abschließenden dritten Phase erfolgten der vollständige Endaushub, die Herstellung des Feinplanums, Drainagen- und Sickerpackungen sowie der Einbau einer Schottertragschicht als Grundlage für die neuen Faulbehälter. Im September 2025 wurde die Baugrube schlüsselfertig an den Hochbau übergeben. Die neue Schlammfaulungsanlage soll künftig eine zentrale Rolle in der Klärschlammbehandlung Frankfurts übernehmen. Mit modernster Technik und einem nachhaltig gestalteten Fundament wird die Anlage einen bedeutenden Beitrag zur Abwasserinfrastruktur der Stadt leisten.




