CO2-neutrale Baustelle in Österreich als Pilotprojekt

17.03.2025

In Penzing, einem Bezirk von Wien, nimmt der Austausch von Wasserleitungen eine innovative Wendung an. Hier finden gleich zwei Baustellen als Teil eines Pilotprojekts statt, bei dem ausschließlich elektrisch betriebene Baugeräte zum Einsatz kommen. Dieses Projekt wird von der Technischen Universität Wien begleitet und überwacht. Ziel des Projekts ist es, den Klimaschutz der Stadt weiter voranzutreiben und wertvolle Erkenntnisse für künftige Bauvorhaben zu gewinnen.

Projektumfang und Zielsetzung

Im Rahmen dieses Pilotprojekts werden am Waldweg und in der Alpengartenstraße auf insgesamt 400 Metern Wasserrohre erneuert. Die Stadt Wien arbeitet hierfür mit der Baufirma PORR zusammen. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) äußerte sich klar zu den Ambitionen des Projektes: „Unser Ziel ist klar raus aus fossilen Energien, und zwar überall.“ Damit soll ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen geleistet werden.

Nicht nur die Reduzierung der CO2-Emissionen steht im Fokus. Auch die Lärmbelästigung für Anwohner wird durch den Einsatz elektronischer Baugeräte minimiert. Der elektrisch betriebene Fuhrpark umfasst einen Bagger, eine sogenannte Tandem-Vibrationswalze, einen Asphaltfertiger und fünf weitere E-Fahrzeuge.

Innovatives Vorbild für zukünftige Bauprojekte

Obwohl es sich vorerst um ein Einzelprojekt handelt, soll die CO2-neutrale Baustelle als Vorbild fungieren. Peter Lux, der Leiter der technischen Infrastruktur in der Stadtbaudirektion, erklärte: „Wir monitoren es auch ganz bewusst mit der TU Wien und erwarten uns aus den Gegenüberstellungen und Ergebnissen des Monitorings Learnings, wie wir zukünftig mit Baustellen dieser Art umgehen können.“ Der Fokus liegt dabei nicht nur auf technischen, sondern auch auf wirtschaftlichen Fragen.

Monitoring und Ergebniserwartung

Die Technische Universität Wien erfasst und analysiert die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse. Dies soll zu einem besseren Verständnis für den Betrieb CO2-neutraler Baustellen führen und darüber hinaus als Basis für weitere Projekte dienen. Ende Mai sollen dann die ersten Wasserleitungen auf dieser Baustelle fertiggestellt sein. Bevor die Baugeräte dann auf die nächste Baustelle gehen, werden sie erneut an die Steckdose angeschlossen, um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten.

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