Daldrup & Söhne AG erhält Generalunternehmerauftrag für eine Tiefengeothermie-Dublette bei München

27.08.2025

Die Daldrup & Söhne AG, ein Unternehmen mit Schwerpunkt auf Bohrtechnik und Geothermie, hat von der Amperland Thermalwärme GmbH (ATW) einen Generalunternehmerauftrag im Wert von etwa 16,8 Millionen Euro erhalten. Das Projekt umfasst die Durchführung von zwei abgelenkten Tiefengeothermiebohrungen mit Bohrlängen von rund 2.430 Metern und 3.300 Metern. Diese Bohrungen sollen am Standort des Heizkraftwerks Geiselbullach bei München realisiert werden.

Projektstart und Zeitplan der Bohrungen

Der Beginn der Arbeiten, insbesondere der Bau des Bohrplatzes, ist für September 2025 vorgesehen. Der eigentliche Bohrprozess ist zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 geplant. Diese Bohrungen sollen zur Erschließung der thermischen Energie aus den geologischen Schichten des Molassebeckens beitragen. Das Molassebecken ist bekannt für seine geologischen Schichten, die sich gut für die Nutzung von Tiefenthermalwässern eignen.

Äußerungen des Vorstands und geplante Energieversorgung

Andreas Tönies, Vorstandsvorsitzender der Daldrup & Söhne AG, äußerte sich positiv über das Projekt. Er erklärte: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Entschlossenheit die Städte und Gemeinden rund um München die Wärmewende für ihre Bürger vorantreiben. Wir als Daldrup & Söhne AG sind stolz, dass auch die ATW Olching auf unser spezialisiertes Bohr-Know-how für die geothermische Erschließung der Aquifere setzt.“

Finanzierung durch Bundesförderung

Für die Umsetzung des Projekts hat die Amperland Thermalwärme GmbH einen Förderbescheid über 8,8 Millionen Euro erhalten. Diese Mittel stammen aus der Bundesförderung effektive Wärmenetze (BEW). Diese finanzielle Unterstützung ermöglicht es, den Ausbau des Fernwärmenetzes der Stadtwerke Olching voranzutreiben.

Kombination von Geothermie und thermischer Abfallverwertung

Das Projekt bei München ist in Deutschland das erste, bei dem thermische Abfallverwertung mit Geothermie kombiniert wird. Ziel ist es, die Fernwärmeversorgung in der Region klimaneutral zu gestalten. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt für die Nutzung brennstoffunabhängiger Wärme in Nah- und Fernwärmenetzen.

Laut Andreas Tönies befindet sich das Unternehmen bereits in Gesprächen mit weiteren potenziellen Auftraggebern, sowohl aus dem kommunalen als auch aus dem privatwirtschaftlichen Bereich. Dies deutet auf mögliche zukünftige Projekte hin, die im Bereich der Geothermie realisiert werden könnten.

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