Holcim und Geocycle präsentieren zirkuläre Lösungen für die Zukunft des Bauens

11.03.2026

Thorsten Hahn, CEO von Holcim Deutschland: „Ein regional geführter Kreislauf sichert die Versorgung, schützt Infrastrukturprojekte vor externen Krisen und schont dabei heimische Ressourcen“. Bild (c) Holcim
Thorsten Hahn, CEO von Holcim Deutschland: „Ein regional geführter Kreislauf sichert die Versorgung, schützt Infrastrukturprojekte vor externen Krisen und schont dabei heimische Ressourcen“. Bild (c) Holcim

Holcim und Geocycle präsentieren auf der IFAT Munich 2023 unter dem Motto „We close the Loops“ ihre zirkulären Lösungen für den Bausektor. Die Messe, die vom 4. bis 7. Mai in München stattfindet, ist eine internationale Plattform für Umwelttechnologien. Holcim zeigt am Stand 317 in Halle A6 gemeinsam mit Geocycle, wie zirkuläres, resilientes und nachhaltiges Bauen bereits heute umgesetzt werden kann.

Anteil des Bauabfalls verdeutlicht die Relevanz

Der Bausektor in Deutschland generiert rund 50 Prozent des gesamten Abfallaufkommens. Angesichts dieser Zahlen ist die konsequente Nutzung von Materialströmen im Kreislauf von zentraler Bedeutung. Holcim verfolgt mit den Systemen ECOCycle® und Geocycle das Ziel, einen geschlossenen industriellen Kreislauf zu schaffen. Der gemeinsame Messeauftritt demonstriert diesen Wandel und die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für eine nachhaltige Zukunft.

Ganzheitliche Ansätze für den Bausektor

ECOCycle® und Geocycle sind Holcims Antwort auf die Herausforderungen der Ressourcen- und Klimafragen im Bauwesen. Die Systeme umfassen den gesamten Prozess vom kontrollierten Rückbau über die mineralische Aufbereitung und industrielle Verwertung bis hin zur Produktion neuer, klimaschonender Baustoffe. Dabei setzt Holcim nicht auf eine einzelne Technologie, sondern auf das Zusammenspiel von zirkulärem Bauen und energetischer sowie stofflicher Verwertung von Abfällen.

ECOCycle®: Nutzung von Sekundärrohstoffen

ECOCycle® fokussiert sich auf das zirkuläre Bauen auf mineralischer Basis. In Baustoffrecycling-Centern werden Bau- und Rückbauabfälle systematisch aufbereitet, um hochwertige Sekundärrohstoffe wie rezyklierte Gesteinskörnungen oder RC-Sande für neue Beton- und Zementprodukte zu gewinnen. Dies ermöglicht es, Rückbauobjekte als Materialgrade für Neubauprojekte zu nutzen.

Geocycle: Co-Processing für vollständige Verwertung

Geocycle bietet Lösungen für die energetische und stoffliche Verwertung. Im sogenannten Co-Processing werden qualitätsgesicherte alternative Brenn- und Rohstoffe wie Ersatzbrennstoffe, Schlacken oder industrielle Reststoffe vollständig in Zementwerken verwertet. Diese Methode geht über klassisches Recycling hinaus und schließt ressourcenschonend Stoffkreisläufe.

Kreislaufwirtschaft als Wachstumsmotor

Thorsten Hahn, CEO von Holcim Deutschland, betont die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft als „Modernisierungs-Turbo“ für Deutschland. „Ein regional geführter Kreislauf sichert die Versorgung, schützt Infrastrukturprojekte vor externen Krisen und schont dabei heimische Ressourcen“, erläutert Hahn. Er fordert die Politik auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit zirkuläres Bauen zum Standard wird.

Wissenschaftliche Basis für den Wandel

Als Grundlage für den Wandel dient eine aktuelle Studie zur nachhaltigen Baustoffwende bei Zement und Beton. Die Studie analysiert, welche Hebel in der Industrie und Politik aktiviert werden müssen, um Baustoffe ressourcenschonend herzustellen und zu nutzen. Interessierte können auf der IFAT Munich über die darin beschriebenen Lösungsansätze und Handlungsmöglichkeiten diskutieren.

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