Unter dem Begriff Mutterboden wird jene Bodenschicht verstanden, die neben mineralischen Bestandteilen von Boden auch hohe Anteile an organischer Substanz und Nährstoffen enthält. Er wird auch Oberboden genannt, da er stets die oberste Schicht darstellt.
Der humusreiche Mutterboden ist eine elementare Grundlage für Pflanzen und Lebensraum für viele Organismen, womit ihm eine besondere Stellung in der Systematik der Böden zu kommt. Insbesondere auch, weil seine Entstehung viel Zeit benötigt und ein sorgsamer Umgang damit entsprechend wichtig ist.
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BVMB begrüßt Infrastruktur-Zukunftsgesetz
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Einführung des Komatsu HM460-6: Ein knickgelenkter Muldenkipper der nächsten Generation
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Diese besondere Stellung drückt sich auch in der Gesetzgebung aus. In § 202 des Baugesetzbuches (BauGB) heißt es unter dem Titel „Schutz des Mutterbodens“:
„Mutterboden, der bei der Errichtung und Änderung baulicher Anlagen sowie bei wesentlichen anderen Veränderungen der Erdoberfläche ausgehoben wird, ist in nutzbarem Zustand zu erhalten und vor Vernichtung oder Vergeudung zu schützen.“
Wo Mutterboden entsorgen?
Eine einfache Entsorgung durch Verbringung des Mutterbodens auf eine Deponie im Sinne einer Abfallbeseitigung ist ökologisch nicht sinnvoll und kommt aufgrund der Gesetzeslage auch nicht in Frage. Aber es gibt einige Wege für eine Verwertung von Mutterboden.
Mittlerweile haben sich in vielen Gemeinden Börsen etabliert, bei denen man ein Gesuch einstellen oder seinen Mutterboden anbieten kann. Sie sind unter Bezeichnungen wie Boden-, Baustoff-, Aushub- oder Tauschbörse zu finden. Ob eine Bodenbörse zum Erfolg führt, ist natürlich stark davon abhängig, wie häufig diese Plattform genutzt wird. Denn oft hat man keine Zeit, Wochen auf einen Abnehmer zu warten. Bei der direkten Vermittlung spielt natürlich auch die Jahreszeit eine Rolle. Im Winter, wenn weniger gebaut wird, ist natürlich auch die Nachfrage nach Mutterboden geringer.
Ebenfalls in Frage kommen Firmen, die mit Mutterboden handeln. Das sind oft Firmen wie beispielsweise Landschaftsbaubetriebe, Erdbaufirmen, Entsorger oder auch Abbruchunternehmen, bei denen im Zuge von Aufträgen regelmäßig Oberboden anfällt. Diese Firmen verfügen oft über eigene Flächen, die zur Zwischenlagerung von Oberboden dienen. An diese Betriebe kann man sich natürlich nicht nur wenden, wenn man überschüssigen Mutterboden los werden möchte, sondern auch, wenn man Mutterboden benötigt.
In vielen Gemeinden gibt es Abfallberatungen, die bei der Verwaltung oder den städtischen Entsorgungsbetrieben angesiedelt sind. Hier weiß man Bescheid, wo überschüssiger Oberboden abgenommen wird.

