Am 22. April fand in Berlin die achte Sitzung der strategischen Arbeitsgruppe zur Flussgebietsbewirtschaftung statt. Dieses Gremium setzt sich aus Ministerien und Behörden der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen, die für die Wasserwirtschaft verantwortlich sind. Schwerpunkte der Sitzung waren die Auswirkungen des Braunkohlebergbaus und des Kohleausstiegs auf den Wasserhaushalt in der Region sowie die Erarbeitung eines umfassenden wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts für die Lausitz.
Gesamtkonzept für die Lausitz
Das wasserwirtschaftliche Gesamtkonzept Lausitz, an dem die beteiligten Länder derzeit arbeiten, soll eine Reihe konkreter Maßnahmen umfassen. Dazu gehören die Optimierung vorhandener Wasserspeicher, der Ausbau neuer Speicherkapazitäten und die Durchführung von Wasserüberleitungen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohleabbaus zu bewältigen. Das Konzept wird die erforderlichen Aufwendungen dokumentieren und die verschiedenen wasserwirtschaftlichen Effekte miteinander vergleichen. Eine Vielzahl von Einzeluntersuchungen bildet die Grundlage für die Entwicklung dieser Handlungsoptionen. Ziel ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukünftige Schritte im Wasserressourcenmanagement zu schaffen.
Neue Webseite als Informationsplattform
Ein weiterer Beschluss der Arbeitsgruppe war der Start einer neuen Webseite. Diese Plattform soll zentrale Informationen bündeln und den Fortschritt der Arbeitsgruppe nachvollziehbar darstellen. Durch diese Maßnahme wird die Öffentlichkeit frühzeitig in die Prozesse eingebunden. Die Webseite ist ab sofort unter der Adresse https://www.wassermanagement-lausitz.de verfügbar.
Weitere Planungen und Ausblick
Die Fertigstellung des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts Lausitz wird für das Jahr 2028 erwartet. Bis dahin soll die Webseite als zentrale Informationsquelle dienen und kontinuierlich über den Fortschritt informieren. Die Bemühungen der Arbeitsgruppe zielen darauf ab, strukturelle und umweltpolitische Herausforderungen in der Region zu bewältigen und einen nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen zu fördern.



