Olaf Demuth übernimmt Präsidentschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie

07.05.2026

Olaf Demuth, Präsident der BAUINDUSTRIE. Bild © HDB/Maren Strehlau
Olaf Demuth, Präsident der BAUINDUSTRIE. Bild © HDB/Maren Strehlau

Mit Olaf Demuth hat der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie einen neuen Präsidenten gewählt. Am 7. Mai 2026 wurde der 63-jährige Hamburger Diplom-Bauingenieur einstimmig von der Mitgliederversammlung der Branchenvertretung zum Präsidenten ernannt. Demuth, der auch Vorstand der Zech Group SE in Bremen ist, repräsentiert damit eine der wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes.

Schwerpunkte der neuen Präsidentschaft

In seiner ersten Ansprache betonte Demuth die großen Herausforderungen, vor denen die Bauindustrie steht, sowohl in wirtschaftlicher als auch in struktureller Hinsicht. Er hob die Notwendigkeit hervor, die stark fragmentierte Branche näher zusammenzubringen und das mittelständische Unternehmertum zu stärken. „Die großen gesellschaftlichen Aufgaben wuppen wir nur gemeinsam – im Schulterschluss von großen Konzernen bis hin zu den kleineren Unternehmen“, unterstrich Demuth die Wichtigkeit einer breit angelegten Industriepolitik, die alle Akteure der Branche einbindet.

Erste Amtshandlungen und Treffen

Bereits am ersten Tag seiner Amtszeit trifft Olaf Demuth beim „Tag der Bauindustrie“ auf bedeutende politische Vertreter wie Vizekanzler Lars Klingbeil, Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Ebenfalls dabei ist Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Diese Veranstaltung bietet ihm die Gelegenheit, sich auch den teilnehmenden Verbänden und Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet vorzustellen.

Nachfolgeprozess und Amtsübergabe

Demuth folgt auf Peter Hübner, der sein Amt nach der Hälfte seiner dritten Amtszeit niederlegte, um einen geordneten Übergangsprozess zu ermöglichen. Hübner führte den Verband insgesamt zehn Jahre und hinterlässt eine solide Grundlage für seinen Nachfolger.

Beruflicher Werdegang von Olaf Demuth

Olaf Demuth begann seine Karriere 1988 nach dem Abschluss seines Bauingenieur-Studiums an der Fachhochschule Hamburg bei der STRABAG Hoch- und Ingenieurbau AG in Hamburg. Er übernahm dort verschiedene Führungspositionen mit wachsender Verantwortung. Nach dem Erwerb der STRABAG durch die Ed. Züblin AG 2006, wurde ihm die technische Leitung der Direktion Nord übertragen. Seit 2013 gehörte Demuth dem Vorstand der Ed. Züblin AG an, bevor er 2017 in den Vorstand der Zech Group SE wechselte.

Langjähriges Engagement in der Bauindustrie

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Demuth seit 19 Jahren im Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein, davon zehn Jahre als Vorsitzender. Seit 2018 ist er Mitglied im Präsidium des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Dieses langjährige Engagement spiegelt seine enge Verbindung und seinen Einsatz für die Belange der Bauindustrie wider.

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