Der europäische Baudienstleistungskonzern STRABAG SE konnte im Jahr 2025 seine bisher besten Geschäftsergebnisse erzielen. Die Leistung des Konzerns stieg um 6 % auf über 20 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte durch eine Steigerung von 24 % über 31 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 6,7 %, während das Konzernergebnis um 11 % auf 916 Millionen Euro wuchs.
Wachstum in Strategic Markets
Zu den Hauptwachstumsbereichen zählen die Segmente Mobilität, Energie, Wasserinfrastruktur und der Bau von High-Tech-Industriegewerken. Trotz Herausforderungen wie dem späten Haushaltsbeschluss in Deutschland und fehlenden kommunalen Mitteln in Österreich konnte STRABAG durch gezielte Maßnahmen ihr Geschäftsmodell erfolgreich anpassen. Der Markteintritt in Australien und der Ausbau des Wasserinfrastrukturgeschäfts spielten ebenfalls eine wichtige Rolle.
Leistung und Auftragsbestand
STRABAG steigerte im Jahr 2025 seine Gesamtleistung auf 20,4 Milliarden Euro, während der Umsatz um 7 % auf 18,7 Milliarden Euro zunahm. Neben den Segmenten Nord + West, die 40 % des Umsatzes ausmachten, trugen die Bereiche Süd + Ost mit 39 % und International + Sondersparten mit 21 % bei. Der Auftragsbestand überschritt dabei erstmalig die Grenze von 30 Milliarden Euro und lag Ende des Jahres bei 31,37 Milliarden Euro.
Ertragslage
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 15 % auf knapp 1,9 Milliarden Euro, die EBITDA-Marge erreichte erstmals 10,1 %. Nach Abzug von Abschreibungen, die um 9 % zunahmen, stieg das EBIT um 17 % auf über 1,2 Milliarden Euro. Besonders positive Effekte zeigten sich aus Großprojekten in Deutschland und durch günstige Witterungsbedingungen, die die Kapazitätsauslastung erhöhten.
Finanz- und Vermögenssituation
Die Bilanzsumme wuchs um 8 % auf 15,8 Milliarden Euro. Das Eigenkapital stieg auf 5,7 Milliarden Euro, was einer Quote von 35,9 % entspricht. Durch gestiegene liquide Mittel verbesserte sich die Netto-Cash-Position. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeiten erhöhte sich auf 1,8 Milliarden Euro, während der Cashflow aus Investitionstätigkeit aufgrund strategiekonformer Investitionen bei knapp 813 Millionen Euro lag.
Ausblick 2026
Für das kommende Geschäftsjahr prognostiziert STRABAG eine Leistung von circa 22 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge zwischen 5,0 % und 5,5 %. Die Netto-Investitionen sollen bei maximal 1,4 Milliarden Euro liegen. Die Auswirkungen des Iran-Krieges könnten zu Preissteigerungen bei Materialien führen, STRABAG beabsichtigt jedoch, diesem Risiko mit einer diversifizierten und langfristigen Beschaffungspolitik zu begegnen.



