Strabag Tiefbau: Beispiel für gelungene Kreislaufwirtschaft

29.11.2024

Strabag Tiefbau hat kürzlich den Rückbau von drei älteren Wohnblöcken in Effretikon im Kanton Zürich abgeschlossen. Die 86 Wohnungen an der Rütlistrasse wurden abgerissen, um Platz für eine neue Wohnsiedlung zu schaffen. Der Rückbau und Abtransport der Baumaterialien sowie die Erstellung der Baugrube mit Spundwänden fielen in den Verantwortungsbereich von Strabag.

Abbruch und Schadstoffsanierung

Im Zuge der Arbeiten wurde der Rückbau parallel zur Schadstoffsanierung durchgeführt. Ein Abbruchbagger und zwei 30-Tonnen-Bagger waren vor Ort im Einsatz. Insgesamt wurden 5000 m³ Abbruch- und Mischabbruchmaterialien entfernt. Diese Materialien wurden anschließend im Strabag-eigenen Kieswerk in Bürglen aufbereitet und wiederverwertet.

Recyclingverfahren im Kieswerk

Im Kieswerk Bürglen kam eine 48-Tonnen schwere mobile Brechanlage zum Einsatz, um das mineralische Rückbaumaterial zu hochwertigen Gesteinskörnungen zu verarbeiten. Das unsortierte Abbruchmaterial wurde von einem Bagger in den Einfülltrichter der Maschine gefüllt. Durch ein Fließband gelangte es in die Prallbrechanlage, wo es ausgesiebt und mithilfe von Magneten und Luft getrennt wurde.

Verarbeitung und Wiederverwertung

Leichtmaterialien wie Elektrorohre und Stofffetzen wurden direkt in eine Mulde abgeführt. Wiederverwertbarer Beton wurde im Prallbrecher gebrochen und das gesäuberte Granulat mehrfach gesiebt, um die gewünschte Körnung des Endprodukts zu erreichen. Diese Gesteinskörnungen werden anschließend in Betonwerke transportiert, um zu neuem Beton verarbeitet oder im Straßenbau verwendet zu werden.

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