40 Jahre Umweltamt Dortmund: Engagement für Natur- und Klimaschutz

04.03.2026

2026 feiert das Umweltamt der Stadt Dortmund vierzig Jahre im Dienst des Natur- und Klimaschutzes. Seit seiner Gründung im Februar 1986 ist das Umweltamt maßgeblich an der nachhaltigen und modernen Stadtentwicklung beteiligt. Der Grundstein für dessen Errichtung wurde durch besorgniserregende Altlasten im Dortmunder Boden gelegt, die gesundheitliche Risiken darstellten. Heute stellt das Umweltamt eine zentrale Einheit zur Sicherung und Gestaltung der Umwelt dar.

Ursprung: Der Altlastenskandal

Eine der entscheidenden Initialzündungen für die Gründung des Umweltamts war der Altlastenskandal in Dorstfeld-Süd. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kokerei wurden Häuser auf belastetem Boden errichtet, was langfristige Sanierungsarbeiten nach sich zog. Dieser Vorfall verdeutlichte die Notwendigkeit einer spezialisierten Umweltverwaltung, um gesundes Wohnen und Arbeiten in Dortmund sicherzustellen.

In den Anfangsjahren prägten Wasser- und Abfallrecht, der Immissionsschutz sowie der Natur- und Landschaftsschutz die Aufgaben des Amts. Ein Schwerpunkt lag auf der ökologischen Gewässerentwicklung, insbesondere im Emschersystem, das lange Zeit stark belastet war. Naturschutzgebiete wurden kontinuierlich erweitert und leisten heute einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und Lebensqualität im städtischen Raum.

Klimaschutz und Stadtentwicklung

Schon in den 1990er Jahren beschäftigte sich das Umweltamt mit dem Klimaschutz, lange bevor Themen wie CO₂-Minderung politisch an Bedeutung gewannen. Herausforderungen des Klimawandels, wie Starkregenereignisse und Hitzeperioden, erfordern heute umfassende Strategien. Das Handlungsprogramm Klima-Luft und das Konzept MIKADO zur Klimaanpassung sind integrale Bestandteile der Stadtverwaltung Dortmund.

Seit 2007 ist der Stadtwald, der 2.500 Hektar umfasst, Teil des Umweltamts. Die Bewirtschaftung erfolgt gemäß dem 2023 beschlossenen ökologischen Waldkonzept, das auf die Auswirkungen des Klimawandels reagiert und eine naturnahe Weiterentwicklung des Waldes verfolgt.

Heute beschäftigt das Umweltamt etwa 150 Mitarbeiter und umfasst ein breites Spektrum an Aufgaben, darunter das Jagd- und Fischereiwesen sowie die Kontrolle von Gewerbebetrieben. Zudem kooperiert es mit dem Ermittlungsdienst Abfall.

Jubiläumsveranstaltungen: Umwelt erleben

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens werden verschiedene Veranstaltungen organisiert, um Umweltarbeit sichtbar und erfahrbar zu machen. Zu den Highlights zählen eine Exkursion zur Gewässerentwicklung am Roßbach am 21. März 2026, der Tag der Biologischen Vielfalt im Naturmuseum Dortmund am 31. Mai 2026 und eine bodenkundliche Radtour am 19. Juni 2026. Diese Aktivitäten sollen die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger stärker mit ihrer Umwelt verbinden.

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