Holcim beteiligt sich aktiv am Forschungsprojekt „WAGEOS2SHS“ zur Erprobung eines innovativen Verfahrens zur Dekarbonisierung der Bauindustrie. Als Partner dieses Projekts untersucht Holcim in Zusammenarbeit mit der Lech-Stahlwerke GmbH, dem Recyclingunternehmen Max Aicher Umwelt GmbH und der Märker Zement GmbH die Produktion eines CO2-reduzierten Klinkerersatzstoffs. Dieser neuartige Ersatzstoff, bekannt als „Schwarzer Hüttensand“, wird aus Elektroofenschlacken gewonnen.

Transformation der Stahlindustrie

Die deutsche Stahlindustrie befindet sich im Umbruch, da klassische Hochöfen zunehmend durch Elektrolichtbogenöfen ersetzt werden. Der traditionelle Hochofen-Hüttensand, ein bedeutender Bestandteil für die Zementherstellung, wird dadurch knapper. Holcim und seine Partner begegnen dieser Herausforderung, indem sie Elektroofenschlacke als neuen Rohstoff integrieren, um den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu minimieren.

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Herstellung von Schwarzem Hüttensand

Im Zentrum des Projekts steht die Umwandlung von Elektroofenschlacke in „Schwarzen Hüttensand“ durch ein Wassergranulationsverfahren. Dieses Bindemittel, erzeugt aus einem industriellen Nebenprodukt, soll den Hochofen-Hüttensand ersetzen und somit Energie sowie CO2-Emissionen einsparen. Dr. Eberhard Liebig, Leiter Produktmanagement Zement Holcim (Deutschland) GmbH, unterstreicht: „Die Verwendung von wassergranulierter Elektroofenschlacke als Bindemittel ist für uns ein weiterer Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen.“

Forschungsschwerpunkte und Analysen

Holcim konzentriert sich im Projekt auf die Entwicklung und Herstellung von Zementen, die „Schwarzen Hüttensand“ enthalten. Die Leistungsfähigkeit dieser Zemente wird systematisch im Beton getestet. Zudem erfolgen umfassende Umweltverträglichkeitsanalysen und Ökobilanzen, um die Nachhaltigkeit dieser neuen Methode zu bewerten. Ein weiteres Ziel ist die Schaffung einer fundierten Datenbasis für die bauaufsichtliche Zulassung in der Zukunft.

Unterstützung durch öffentliche Förderung

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Dekarbonisierung in der Industrie“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und vom Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) betreut. Holcim und seine Partner leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Bauindustrie hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Fazit

Das Forschungsprojekt „WAGEOS2SHS“ zeigt vielversprechende Ansätze zur Reduzierung von CO2-Emissionen in der Bauindustrie. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Industrien wird die Grundlage für eine zirkuläre Wirtschaft geschaffen. Der innovative Einsatz von Elektroofenschlacke könnte die Herstellung von Zement nachhaltiger gestalten und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen schonen.