Holcim beteiligt sich aktiv am Forschungsprojekt „WAGEOS2SHS“ zur Erprobung eines innovativen Verfahrens zur Dekarbonisierung der Bauindustrie. Als Partner dieses Projekts untersucht Holcim in Zusammenarbeit mit der Lech-Stahlwerke GmbH, dem Recyclingunternehmen Max Aicher Umwelt GmbH und der Märker Zement GmbH die Produktion eines CO2-reduzierten Klinkerersatzstoffs. Dieser neuartige Ersatzstoff, bekannt als „Schwarzer Hüttensand“, wird aus Elektroofenschlacken gewonnen.
Transformation der Stahlindustrie
Die deutsche Stahlindustrie befindet sich im Umbruch, da klassische Hochöfen zunehmend durch Elektrolichtbogenöfen ersetzt werden. Der traditionelle Hochofen-Hüttensand, ein bedeutender Bestandteil für die Zementherstellung, wird dadurch knapper. Holcim und seine Partner begegnen dieser Herausforderung, indem sie Elektroofenschlacke als neuen Rohstoff integrieren, um den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu minimieren.

Stascheit GmbH von Rheinmetall übernommen: Erweiterung im Bereich Kampfmittelbergung
Die Rheinmetall Project Solutions GmbH, eine Tochtergesellschaft des Düsseldorfer Technologiekonzerns Rheinmetall, übernimmt die Stascheit GmbH mit Sitz in Gardelegen, Sachsen-Anhalt, wie in einer entsprechenden Pressemitteilung angekündigt wird. Ein entsprechender...

Ton – Das Gestein des Jahres 2025
Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. (BDG) hat Ton zum Gestein des Jahres 2025 ernannt. Mit dieser Auszeichnung wird die geologische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung dieses feinkörnigen Sedimentgesteins hervorgehoben. Eigenschaften von Ton Ton...

Trogbauwerk in Kamen führt Kreisstraße unter Bahnschienen
Im Südwesten von Kamen wird das Verkehrssystem durch ein neues Bauwerk verbessert. Die Arbeitsgemeinschaft ECHTERHOFF/Hugo Schneider hat den Plan für einen neuen, planfreien Verkehrsknotenpunkt umgesetzt. Im September 2023 wurde an der Südkamener Straße ein...
Herstellung von Schwarzem Hüttensand
Im Zentrum des Projekts steht die Umwandlung von Elektroofenschlacke in „Schwarzen Hüttensand“ durch ein Wassergranulationsverfahren. Dieses Bindemittel, erzeugt aus einem industriellen Nebenprodukt, soll den Hochofen-Hüttensand ersetzen und somit Energie sowie CO2-Emissionen einsparen. Dr. Eberhard Liebig, Leiter Produktmanagement Zement Holcim (Deutschland) GmbH, unterstreicht: „Die Verwendung von wassergranulierter Elektroofenschlacke als Bindemittel ist für uns ein weiterer Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen.“
Forschungsschwerpunkte und Analysen
Holcim konzentriert sich im Projekt auf die Entwicklung und Herstellung von Zementen, die „Schwarzen Hüttensand“ enthalten. Die Leistungsfähigkeit dieser Zemente wird systematisch im Beton getestet. Zudem erfolgen umfassende Umweltverträglichkeitsanalysen und Ökobilanzen, um die Nachhaltigkeit dieser neuen Methode zu bewerten. Ein weiteres Ziel ist die Schaffung einer fundierten Datenbasis für die bauaufsichtliche Zulassung in der Zukunft.
Unterstützung durch öffentliche Förderung
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Dekarbonisierung in der Industrie“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und vom Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) betreut. Holcim und seine Partner leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Bauindustrie hin zu mehr Nachhaltigkeit.
Fazit
Das Forschungsprojekt „WAGEOS2SHS“ zeigt vielversprechende Ansätze zur Reduzierung von CO2-Emissionen in der Bauindustrie. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Industrien wird die Grundlage für eine zirkuläre Wirtschaft geschaffen. Der innovative Einsatz von Elektroofenschlacke könnte die Herstellung von Zement nachhaltiger gestalten und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen schonen.