Temporäre Litzenanker sichern Baugrube auf dem Fürther Hornschuch-Campus

03.03.2026

Temporäre Litzenanker stabilisieren die Baugrube auf dem Fürther Hornschuchcampus trotz sandigem Baugrund und Bahnverkehr. Bild (c) Porr
Temporäre Litzenanker stabilisieren die Baugrube auf dem Fürther Hornschuchcampus trotz sandigem Baugrund und Bahnverkehr. Bild (c) Porr

Auf dem ehemaligen Bahnareal zwischen der Fürther Hornschuchpromenade und der Bahnstrecke Nürnberg–Fürth wird von der P&P Group ein neues, modernes Quartier entwickelt. Geplant sind rund 800 Neubau-Apartments, ein Hotel, eine Kindertagesstätte sowie Gewerbeflächen. Der Baustart für die ersten 150 Wohneinheiten auf Baufeld 4 erfolgte im September 2025. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherung der Baugrube, die von der PORR Spezialtiefbau Region Süd im Auftrag von Hitz Tiefbau mit temporären Litzenankern durchgeführt wird.

Sicherung der Baugrube mit temporären Litzenankern

Die Baugrube auf dem Fürther Hornschuch-Campus wird durch den Einsatz von temporären Litzenankern stabilisiert. Diese Maßnahme ist aufgrund des sandigen Baugrunds und der benachbarten stark befahrenen Bahnstrecke notwendig. Die Litzenanker helfen, die Baugrubenwände gegen seitliches Nachgeben zu sichern. Dies ist besonders wichtig, da Vibrationen durch die vorbeifahrenden Züge den Boden zusätzlich destabilisieren können. Insgesamt wurden 112 temporäre Litzenanker mit Längen zwischen 10 und 15 Metern installiert. Diese kommen als 4- und 5-Litzer für mittlere bis hohe Lasten zum Einsatz, um die Stabilität der Baugrubenumschließung zu gewährleisten.

Geplante Wohnflächen und kulturelle Nachnutzung

Im Rahmen der Baumaßnahmen entstehen insgesamt 24.600 Quadratmeter Wohnfläche. Diese werden durch attraktive Gemeinschaftsbereiche wie Dachgärten, Küchen, Fitness- und Veranstaltungsbereiche ergänzt. Neben der Schaffung dringend benötigten Wohnraums wird auch ein kulturhistorisches Highlight bewahrt. Ein vermutlich ältester, in Deutschland erhaltener Lokschuppen an der Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth, in dem einst Dampflokomotiven der Bayerischen Staatsbahn standen, soll saniert und für eine kulturelle Nachnutzung genutzt werden.

Aussagen der Projektbeteiligten

Wolfgang Wiesnet, Technischer Regionalleiter von PORR Spezialtiefbau, hebt die gute Zusammenarbeit bei diesem Bauprojekt hervor. Er erklärt: „Wir bedanken uns bei Hitz Tiefbau für das erneute Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit. Wir konnten alles termingerecht realisieren, in der vereinbarten Qualität und innerhalb des Budgets.“ Besonders erfreulich sei, dass es sich bereits um den vierten erfolgreichen Auftrag gemeinsam mit Hitz Tiefbau handelt.

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