Auf dem ehemaligen Gelände des Braunkohleveredlungswerks in Espenhain hat die Sanierung eines rund 7.500 m² großen Erdbeckens begonnen. Dieses Becken wurde über Jahrzehnte hinweg zur Ablagerung von Teerrückständen aus der Braunkohleveredlung genutzt. Ziel der Sanierungsmaßnahme ist es, einen stabilen Zustand des Beckens herzustellen und Kontaminationen des Bodens sowie des Grundwassers in der Umgebung zu verhindern. Die Arbeiten werden im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) durchgeführt.
Abschluss der Vorbereitungsmaßnahmen
Bereits im III. Quartal 2025 wurden umfangreiche naturschutzfachliche Vorbereitungsmaßnahmen abgeschlossen. Dazu gehörte unter anderem die Aktualisierung des Artenschutzfachbeitrags. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für die Hauptsanierungsleistung, die derzeit durchgeführt wird.
Hauptsanierungsmaßnahmen im Detail
Im Rahmen der Hauptsanierung wird das Becken stabilisiert. Es muss den Anforderungen der Dekontamination entsprechen und gemäß der umgebenden Geländemorphologie profiliert werden. Zur Minimierung der Infiltration von Oberflächenwasser wird das Becken zudem abgedichtet. Abschließend wird das Gelände rekultiviert und mit einer Abdeckung versehen.
Bereits erfolgte Maßnahmen
Bis Ende 2025 wurden verschiedene baufeldvorbereitende Maßnahmen ausgeführt. Dazu zählen unter anderem Holzungen inklusive Rodungen, die Sicherung von Grundwassermessstellen, das Einrichten der Baustelle sowie die Herstellung von Bereitstellungsflächen. Zudem wurden ein Schwarz-Weiß-Bereich eingerichtet und eine bauzeitliche Zuwegung hergestellt. In der Folge wurden Teerverunreinigungen umgelagert, teerkontaminierte Vorlandbereiche ausgekoffert und ein Rohplanum hergestellt.
Nächste Schritte der Sanierungsarbeiten
Der nächste Schritt umfasst den Einbau einer Vlies-Geogitter-Lage, ein sogenanntes Combigitter, inklusive einer Schottertragschicht zur Stabilisierung. Anschließend erfolgt der Einbau von Profilierungs‑, Tondichtungs‑ und Dränschichten, um die Infiltration von Oberflächenwasser zu unterbinden. Abschließend wird eine Rekultivierungsschicht aufgetragen, dazu gehört auch die Aussaat von Rasen. Die Herstellung von Ableitgräben und eines Retentionsbeckens ist ebenfalls geplant. Der Abschluss der Sanierungsmaßnahmen ist für das IV. Quartal 2026 vorgesehen.
Beteiligte Unternehmen und Kosten
Für die Ingenieurplanung der Sanierungsmaßnahme zeichnet sich die Firma Hubert Beyer Umwelt Consult GmbH verantwortlich. Die Naturschutzplanung erfolgt durch das WKP Planungsbüro für Bauwesen GmbH, während die Bauausführung von der TiWaS Bau GmbH übernommen wird. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen rund 975.000 Euro netto. Die Finanzierung erfolgt über den § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.



