Markus Uhlig ist neuer Professor für Spezialtiefbau an der TU Freiberg

02.04.2026

Markus Uhlig hat die Juniorprofessur für Spezialtiefbau im Fachbereich Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Freiberg übernommen. Seine akademische Ausbildung in der Geotechnik schloss er mit einer Promotion an der TU Dresden ab, wo er auch das bodenmechanische Labor leitete. Seine Forschung und Lehre konzentrieren sich insbesondere auf den Tagebaubetrieb und die Nachnutzung der entsprechenden Areale.

Forschungsschwerpunkte: Wärmeleitfähigkeit und Böschungsstandsicherheit

Ein zentraler Forschungsschwerpunkt von Uhlig ist die Messung der Wärmeleitfähigkeit in verschiedenen Lockergesteinen. Diese Messungen sind von entscheidender Bedeutung für Anwendungen in der Geothermie und bei der Verlegung von Erdkabeln. Neben der Untersuchung von Lockergesteinen engagiert sich Uhlig in der Bestimmung von Kennwerten zur Analyse der Böschungsstandsicherheit in Tagebaugebieten. Diese Arbeiten umfassen sowohl Feldversuche als auch Simulationen, um Prognosen zu erstellen. Mit der Schließung vieler Braunkohletagebaue in Deutschland und der anschließenden Flutung dieser Gebiete bleibt dieses Thema von langfristiger Relevanz.

Erweiterung der Lehrinhalte im Spezialtiefbau

In der Lehre plant Markus Uhlig eine Vielfalt an Themen zu integrieren. Neben der klassischen Geotechnik wird der Lehrplan um Themenbereiche wie Verkehrswegebau und Dammbau erweitert, wobei letzterer auch Aspekte des Wasserbaus umfasst. Diese Erweiterung bietet Studierenden der TU Freiberg ein umfassendes Spektrum an Wissen im Bereich des Spezialtiefbaus.

Moderne Lehrmethoden und Wissensvermittlung

Markus Uhlig setzt auf eine moderne Art der Wissensvermittlung, die über traditionelle Vorlesungen und Leseaufträge hinausgeht. Er fördert das Lernen durch digitale Medien, Videos und eigenständige Recherchen der Studierenden. Praktische Experimente und der Einsatz von Ingenieur-Software und Künstlicher Intelligenz (KI) sind zentrale Bestandteile seines Lehrkonzepts, um den Praxisbezug zu fördern und den Studierenden aktuelle technologische Werkzeuge näherzubringen.

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