Am Verkehrsknoten Marzahn, einem zentralen Infrastrukturprojekt in Berlin, wurden Ende April bedeutende Fortschritte erzielt. Die Montage der Fertigteilträger an Bauwerk 8 und der Abschluss der Betonage an Bauwerk 9 markieren wichtige Meilensteine im Bauablauf. Diese Schritte ebnen den Weg für den weiteren Ausbau und die notwendige Abdichtung, Ausstattung sowie die Arbeiten an den Anschlussbereichen.
Herausforderungen bei der Bauausführung
Besondere Herausforderungen präsentierten sich durch die schiefwinklige Geometrie der Bauwerke und den damit verbundenen Schalungsanforderungen an Rahm- und Querträger. Das Bauprojekt profitierte hier von maßgeschneiderten Lösungen, die trotz der Komplexität zuverlässig umgesetzt wurden. Die Arbeiten am Verkehrsknoten Marzahn erforderten zudem umfangreiche Bewehrungsarbeiten mit hohem Bewehrungsgrad, die durch intensive Vorbereitung erfolgreich bewältigt wurden.
Logistik und Bauablauf
Um den Bauablauf reibungslos zu gestalten, war eine präzise Logistikplanung erforderlich. Der begrenzte Platz vor Ort wurde durch vorausschauende Planungen und enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten effektiv organisiert. Kritische Termine, wie die Nutzung von Sperrpausen und die Trägermontage, konnten mithilfe von Personalaufstockung und Schichtbetrieben eingehalten werden.
Projektumfang und Zielsetzungen
Das Projekt umfasst die Modernisierung und den Ersatzneubau zentraler Bauwerke am Kreuzungsbereich Landsberger Allee und Märkischer Allee sowie an den Fern- und S-Bahn-Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Beauftragt von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin, wird es von PORR Ingenieurbau in Arbeitsgemeinschaft mit KEMNA BAU Ost realisiert. Ziel ist es, den Verkehr im Osten Berlins sicherer zu gestalten und die infrastrukturelle Zukunftsfähigkeit zu stärken.
Zukünftige Schritte und Ausblick
Ein bedeutender Meilenstein war bereits Ende 2025 die erfolgreiche Integration von Verbund-Fertigteil-Trägern (VFT) in Bauwerk 9 über die Gleisanlagen innerhalb eines strikten Zeitfensters. Ab Juli 2026 soll die Befahrbarkeit dieses Bauwerks für nachfolgende Gewerke gewährleistet sein. Diese Fortschritte am Verkehrsknoten Marzahn stellen wesentliche Schritte zu einem moderneren und effizienteren Verkehrssystem für Berlin dar.




