Die BAUER AG hat ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht, in dem sie eine Gesamtkonzernleistung von rund 1.725 Mio. EUR ausweist. Diese positive Bilanz resultiert vor allem aus dem Segment Spezialtiefbau, in dem dank zahlreicher internationaler Projekte eine Leistung von 753,3 Mio. EUR erzielt wurde, im Vergleich zu 1.191,4 Mio. EUR im Vorjahr. Diese Abnahme ist hauptsächlich auf den Abschluss eines Großprojekts im Jahr 2024 zurückzuführen. Dennoch konnte das Ergebnis auf 78,2 Mio. EUR gesteigert werden, im Vergleich zu 37,3 Mio. EUR des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern für dieses Segment betrug 28,9 Mio. EUR, deutlich höher als die 5,1 Mio. EUR im Vorjahr.
Segmentanalyse: Maschinen und Resources
Das Segment Maschinen verzeichnete eine Leistung von 728,6 Mio. EUR, was einem Rückgang gegenüber den 789,4 Mio. EUR des Vorjahres entspricht. Dieses Ergebnis wird vor allem auf niedrige Auftragseingänge zu Beginn des Jahres zurückgeführt, obwohl sich die Lage später im Jahr verbesserte. Das EBIT für Maschinen sank auf 9,4 Mio. EUR, verglichen mit 38,8 Mio. EUR im Vorjahr, und das Ergebnis nach Steuern fiel von 11,3 Mio. EUR auf -23,6 Mio. EUR. Das Segment Resources konnte hingegen eine positive Entwicklung verzeichnen, mit einer Leistung von 292,8 Mio. EUR gegenüber 270,8 Mio. EUR im Vorjahr. Hierbei lag das EBIT bei 24,1 Mio. EUR, über dem Vorjahreswert von 12,4 Mio. EUR, und das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 18,6 Mio. EUR im Vergleich zu 8,0 Mio. EUR im Vorjahr.
Organisatorische und personelle Veränderungen
Neben den wirtschaftlichen Ergebnissen kündigte die BAUER AG bedeutende organisatorische Veränderungen an. Der Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen, der Hauptversammlung am 29. Juli 2026 den Wechsel der Rechtsform zu einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) vorzulegen. Diese Umstellung soll mittelstandstypischere Strukturen und effizientere Entscheidungswege schaffen sowie strategisches Wachstum fördern. Gleichzeitig wurde die BAUER Management GmbH gegründet, die zukünftig die Geschäfte der neuen BAUER KGaA und der BAUER Gruppe leiten soll.
Parallel dazu gab es personelle Veränderungen im Vorstand. Dr. Martin Beck, bislang Generalbevollmächtigter, wurde zum neuen Vorstand der BAUER AG ernannt, während Dr. Martin Thormann das Unternehmen auf eigenen Wunsch verließ. Dr. Martin Beck und Dirk Pförtner, beide künftig Geschäftsführer der BAUER Management GmbH, wurden mit der Führung in die nächste Unternehmensphase beauftragt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Peter Bömelburg betonte die Bedeutung dieser Neuausrichtung und dankte Martin Thormann für seine Zusammenarbeit und Verdienste.
Längerfristige Perspektiven
Der Mehrheitsaktionär Doblinger bekräftigte sein langfristiges Engagement für die BAUER Gruppe. Die Investitionsagenda, die diesen Übergang begleiten soll, unterstreicht das klare Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Unternehmensstrukturen und der Förderung eines nachhaltigen Wachstums. Prof. Dr. Bömelburg zeigte sich zuversichtlich über die zukünftige Zusammenarbeit mit Dr. Martin Beck und Dirk Pförtner, die das Unternehmen in seinen nächsten Entwicklungsabschnitt führen sollen. Er äußerte seine Freude über die bevorstehenden Schritte, die BAUERs globale Position und die Standortstärkung in Deutschland und anderen Ländern nachhaltig fördern sollen.



