Im Jahr 2024 wurden in der Bauwirtschaft und den baunahen Dienstleistungen insgesamt 91.813 meldepflichtige Arbeitsunfälle verzeichnet. Diese Zahl stellt einen Rückgang von 4.340 Unfällen gegenüber dem Vorjahr dar, was einem Rückgang von 4,5 Prozent entspricht. Die Tausend-Personen-Quote (TPQ), die die Unfallhäufigkeit pro 1.000 Vollzeitbeschäftigte anzeigt, sank ebenfalls auf 43,76, im Vergleich zu 44,55 im Jahr 2023.

Gefahr durch tödliche Arbeitsunfälle am Bau

Trotz des Rückgangs der meldepflichtigen Arbeitsunfälle stieg die Zahl der tödlichen Unfälle. Im Jahr 2024 kamen 78 Menschen bei Arbeitsunfällen im Bauwesen ums Leben, zwei mehr als im Vorjahr. Die häufigsten Ursachen für tödliche Arbeitsunfälle waren Abstürze (36 Prozent), herabfallende oder kippende Bauteile (26 Prozent) und Unfälle mit Baumaschinen (15 Prozent).

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Zunahme der Berufskrankheiten in der Bauwirtschaft

Während die Unfallzahlen abnehmen, steigen die Verdachtsmeldungen auf Berufskrankheiten. Im Jahr 2024 registrierte die BG BAU 21.061 Verdachtsmeldungen, ein Anstieg von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten betrafen Lärmschwerhörigkeit, Hautkrebs durch UV-Strahlung, Wirbelsäulen- und Kniegelenkserkrankungen sowie Lungenkrebs im Zusammenhang mit Asbestexposition.

Todesfälle durch Berufskrankheiten

Insgesamt 366 Versicherte der BG BAU starben aufgrund von Berufskrankheiten. Die häufigsten Todesfälle waren auf Asbest zurückzuführen, insbesondere Mesotheliom, Asbestose und andere durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen. Im Jahr 2024 verzeichnete die BG BAU 119 Todesfälle durch Mesotheliom, 88 durch Asbestose mit Lungenkrebs und 49 durch andere asbestbedingte Erkrankungen.

Finanzielle Entschädigungsleistungen der BG BAU

Für Entschädigungsleistungen wendete die BG BAU im Jahr 2024 rund 1,91 Milliarden Euro auf, ein Anstieg von 2,6 Prozent im Vergleich zu 2023. Diese Ausgaben beinhalten Kosten für medizinische Behandlungen, Rehabilitation und Renten. Spezifische Ausgaben beliefen sich unter anderem auf 1,07 Milliarden Euro für Renten und 813 Millionen Euro für Rehabilitationsmaßnahmen, wobei 249 Millionen Euro für ambulante und 196 Millionen Euro für stationäre Behandlungen aufgewendet wurden.

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