Erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 für PORR

31.03.2025

Die PORR konnte im Geschäftsjahr 2024 ihre Marktposition weiter stärken. Die Produktionsleistung stieg auf EUR 6,7 Mrd., während das Betriebsergebnis (EBIT) mit EUR 158,4 Mio. ein Allzeithoch erreichte. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 2,6 %, und die Eigenkapitalquote des Unternehmens stieg auf 21,1 %. Diese Ergebnisse unterstreichen die erfolgreiche strategische Ausrichtung der PORR in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.

Zuwächse im Auftragseingang und -bestand

Im Jahr 2024 verzeichnete die PORR einen Anstieg des Auftragsbestands um 1,1 % auf EUR 8,5 Mrd., was auf ein starkes Neugeschäft im Bereich Großprojekte zurückzuführen ist. Dazu gehörten bedeutende Aufträge wie der Bau eines Datencenters und einer Produktionsanlage in Deutschland. Besondere Erfolge erzielte die PORR im Bereich Tiefbau mit Projekten wie der Erneuerung der Luegbrücke in Österreich.

Finanzielle Kennzahlen und Dividendenvorschlag

Die finanzielle Performance der PORR zeigt sich auch in wichtigen Kennzahlen: Das Ergebnis je Aktie stieg auf EUR 2,32. Die Bruttoverschuldung wurde weiterhin reduziert, während das Eigenkapital trotz Rückzahlungen von Hybridkapital zunahm. Der Free Cashflow der PORR erreichte einen Zuwachs von 39,0 % und lag bei EUR 138,2 Mio. Vor diesem Hintergrund schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von EUR 0,90 je Aktie vor.

Vielfältige Wachstumsimpulse erwartet

Für das Jahr 2025 erwartet die PORR eine moderate Steigerung der Leistungs- und Umsatzzahlen. Dies basiert unter anderem auf den positiven Aussichten für den europäischen Bau- und Infrastrukturmarkt. Der Vorstand geht von einer EBIT-Marge zwischen 2,8 % und 3,0 % aus, mit einem langfristigen Ziel von bis zu 4,0 % bis zum Jahr 2030.

Schwerpunkt auf Dekarbonisierung und Energieeffizienz

Ein Kernpunkt der strategischen Planung der PORR bleibt die Dekarbonisierung. Im Rahmen der Initiative „Intelligentes Wachstum mit Green and Lean“ wird das Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen nach den Zielen der Science Based Targets Initiative ergreifen. CEO Karl-Heinz Strauss hebt die Bedeutung der Klimaziele hervor: „Wir werden in einem ziemlichen Tempo in die Ausrollung unserer Maßnahmen gehen.“

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