Die Gründung des neuen Bundesverbandes Mineralische Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Entsorgung e. V. (BMKE) markiert eine Neuausrichtung innerhalb der Branche. Der Verband wurde am 11. Februar 2026 im Vereinsregister Berlin eingetragen und soll als zentrale Plattform für Akteure der mineralischen Kreislaufwirtschaft in Deutschland dienen. Die erste Mitgliederversammlung des BMKE wird am 20. Mai 2026 in Berlin stattfinden.
Ziele und Aufgaben des BMKE
Der BMKE verfolgt das Ziel, Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Baustoff-Recycling, HMV-Schlackenaufbereitung sowie Untertägige Verwertung und Beseitigung zu vereinen. Der Fokus liegt darauf, einen Rahmen für den fachlichen Austausch zu schaffen und die Weiterentwicklung praxistauglicher Bedingungen für die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Der Vorstandsvorsitzende der ehemaligen Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e. V. (BRB), Michael Stoll, betont die Notwendigkeit verlässlicher Bedingungen, um die Kreislaufwirtschaft weiter zu optimieren.
Zusammenschluss bestehender Interessen
Der BMKE geht aus der BRB hervor und vereint sich mit der Interessengemeinschaft der Aufbereiter und Verwerter von Müllverbrennungsschlacken (IGAM). Durch diesen Zusammenschluss wird ein umfassendes Praxiswissen aus den Bereichen Aufbereitung, Wiederverwendung und Entsorgung mineralischer Materialien gebündelt. Dieter Kersting, Vorsitzender der IGAM, hebt hervor, dass der Verband kollektive und spezielle Themen der HMV-Schlacken-Aufbereiter stärkt und neue Synergien mit der Untertägigen Verwertung und Beseitigung schafft.
Vertretung und Interessenwahrnehmung
Dr. Burkhard Dartsch, Ausschussvorsitzender der Untertägigen Verwertung, unterstreicht die Bedeutung eines zentralen Akteurs zur Beratung technischer Fragestellungen. Der BMKE soll die Interessen der Branche gegenüber der Öffentlichkeit, anderen Wirtschaftsverbänden und der Politik vertreten.
Organisatorische Struktur und Zusammenarbeit
Maximilian Meyer übernimmt die Geschäftsführung des BMKE, eine Rolle, die er bereits bei der BRB und der IGAM innehatte. Der Verband ist in Berlin-Mitte angesiedelt und fungiert als zentrale Anlaufstelle für Mitglieder. Der BMKE wird sich aktiv in Gesetzgebungsprozesse auf Bundes- und Landesebene einbringen und plant eine enge Zusammenarbeit mit Dach- und Fachverbänden sowie Forschungseinrichtungen. Auch international ist der BMKE über seinen Dachverband, die Fédération Internationale du Recyclage (FIR), sowie durch Abstimmungen mit Euromines und der FEAD vertreten.
Erste Mitgliederversammlung und Zukunftsperspektiven
Im Rahmen der ersten Mitgliederversammlung im Mai werden der Vorstand und der Vorsitz des BMKE gewählt. Dies dient der Festlegung der organisatorischen Grundlagen für die weitere Verbandsarbeit. Der BMKE erhofft sich durch diesen neuen Zusammenschluss, die Kreislaufwirtschaft in Deutschland weiter voranzutreiben und die Position der Branche sowohl national als auch international zu stärken.



