Die Lilac Solutions Deutschland GmbH, mit Sitz in München, hat vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) die Genehmigung zur Aufsuchung von Lithium im Feld „Sehnde-Lithium“ erhalten. Das Erlaubnisfeld umfasst eine Fläche von nahezu 773 Quadratkilometern. Es erstreckt sich von Burgdorf bis Hildesheim im Westen und von Wendeburg bis Ambergau im Osten. Diese Erlaubnis ist zunächst auf fünf Jahre bis zum 31. März 2030 befristet.

Geografische Lage des Erlaubnisfeldes

Das Erlaubnisfeld „Sehnde-Lithium“ befindet sich in einer Region zwischen Hannover, Salzgitter, Braunschweig und Hildesheim. Es umfasst Teile der Region Hannover und der Landkreise Goslar, Hildesheim, Peine und Wolfenbüttel. Auch die kreisfreie Stadt Salzgitter fällt in das Gebiet des Erlaubnisfeldes. Die Städte Bad Salzdetfurth, Bockenem, Burgdorf, Hannover, Hildesheim, Laatzen, Langelsheim, Lehrte, Peine, Sarstedt und Sehnde sowie die Samtgemeinde Baddeckenstedt und verschiedene Gemeinden wurden im Zuge des Erlaubnisverfahrens informiert.

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Antragsverfahren und Zustimmung

Die Lilac Solutions Deutschland GmbH hatte den finalen Antrag zur Aufsuchung von Lithium Ende November des Vorjahres eingereicht. Das LBEG hat diesen Antrag umfassend geprüft und zahlreiche betroffene Gemeinden und Städte um Stellungnahme gebeten. Dazu zählten etliche Kommunen der betroffenen Region. Die Erlaubnis zur Aufsuchung bedeutet, dass Lilac Solutions grundsätzlich das Recht erhält, die Untersuchungen vorzunehmen. Allerdings erfordert die tatsächliche Durchführung konkreter Aufsuchungshandlungen die Zulassung bergrechtlicher Betriebspläne. Hierfür ist ein gesondertes Beteiligungsverfahren erforderlich.

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