Umweltminister Glauber: Fracking in Bayern unerwünscht

21.03.2026

Das Bayerische Umweltministerium hat seine ablehnende Haltung gegenüber Fracking zur Gasgewinnung bestätigt. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber machte in München klar, dass Fracking keine Option für Bayern darstellt. „Der Schutz des Grund- und Trinkwassers muss immer Vorrang haben“, betonte Glauber. Er betonte, dass die Wasserressourcen in Bayern für zukünftige Generationen erhalten bleiben müssen und die Risiken von Fracking den möglichen Nutzen übersteigen. Glauber sprach sich gegen aktuelle bundesweite Vorschläge zur Gasförderung mittels Fracking aus und hielt fest, dass Bayern Fracking aus gutem Grund untersagt hat. „Beim Schutz des Wassers gibt es keine Kompromisse“, fügte er hinzu.

Fokus auf erneuerbare Energien

Stattdessen lenkte Minister Glauber den Fokus auf den Ausbau erneuerbarer Energien in Bayern. Er beschrieb die erneuerbaren Energien als „Freiheitsenergien“ und sprach sich dafür aus, statt der fossilen Energieträger verstärkt diese auszubauen. Dazu wurden bereits Maßnahmen ergriffen.

Glauber führte aus, dass erneuerbare Energien im überragenden öffentlichen Interesse liegen und der öffentlichen Sicherheit dienen. Damit unterstreicht der Minister die Bedeutung der Energiewende und die damit einhergehende Priorisierung nachhaltiger Energieformen.

Geothermie: Zentrales Element der bayerischen Energiewende

Besonderes Augenmerk legt das Umweltministerium auf die Geothermie als künftiges Element der Energieversorgung in Bayern. Glauber erläuterte, dass bis zum Jahr 2050 etwa ein Viertel des Wärmebedarfs im Gebäudebereich durch Geothermie gedeckt werden soll. „Mit der Geothermie schaffen wir es, den Boden als Energiequelle anzuzapfen“, erklärte Glauber und beschrieb die Erdwärme als unerschöpfliche und saubere Energiequelle.

Der Bayerische Geothermie-Atlas spielt eine Schlüsselrolle bei der Erschließung der Geothermie-Potenziale im Freistaat. Er zeigt konkrete Nutzungsmöglichkeiten auf und ermöglicht es Projektplanern, günstige Standorte für hydrothermale Wärme- oder Stromerzeugung zu identifizieren. Der Atlas bietet Informationen zu geeigneten Bohrtiefen und zu erwartenden Tiefenwasser-Temperaturen, um die Planung neuer Geothermieprojekte effizient zu gestalten.

Dieses Vorgehen unterstreicht die Strategie Bayerns, eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen des Landes zu schonen. Thorsten Glaubers Ausführungen verdeutlichen Bayerns Engagement für eine zukunftsorientierte und umweltfreundliche Energiepolitik, bei der Geothermie eine zentrale Rolle spielt.

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