Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) verzeichnet jährlich über 90.000 Arbeitsunfälle. Besonders tragisch sind die Unfälle mit tödlichem Ausgang, die durchschnittlich alle vier Tage einen Bauarbeiter betreffen. Der Workers Memorial Day erinnert an die Verstorbenen aufgrund von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten. Die zentrale Gedenkfeier der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) findet am 28. April in Leipzig statt.
Schwerpunkt des Jahres: Arbeitsbedingungen migrantischer Arbeitskräfte
Das diesjährige Motto „Die Menschenwürde ist unantastbar. Für ein Recht auf Unversehrtheit bei der Arbeit, für alle und überall auf der Welt!“ betont die Arbeitsbedingungen von migrantischen Arbeitskräften. Diese sind vermehrt im Bau- und Reinigungsgewerbe tätig. Sprachbarrieren stellen eine zusätzliche Herausforderung dar, insbesondere bei der Sicherheitsunterweisung in Arbeitsschutzthemen.
Statements der Verantwortlichen: Sprachbarrieren abbauen
Mathias Neuser von der IG BAU und der BG BAU äußert: „Arbeitsschutz gilt für alle Menschen – unabhängig von Herkunft oder Status.“ Zudem betont er die Notwendigkeit, dass Beschäftigte ihre Rechte bezüglich sicherer Arbeitsbedingungen kennen sollten. Gerhard Citrich fügt hinzu: „In der Selbstverwaltung der BG BAU setzen wir uns gemeinsam mit den Arbeitgebern für praxistaugliche und inklusive Lösungen ein.“ Mehrsprachige Materialien und visuelle Hilfsmittel sollen Sprachhürden überwinden.
Agenda des Workers Memorial Day: Schweigeminute und Gottesdienst
Die IG BAU ruft zu einer bundesweiten Schweigeminute am 28. April um 12 Uhr auf, um der Verstorbenen zu gedenken. Auf Baustellen und in Unternehmen soll innegehalten werden. Die zentrale Gedenkveranstaltung findet in der Leipziger Thomaskirche um 17 Uhr statt. Die Teilnahme am Gottesdienst steht allen Interessierten offen.



