ZDB zum Sondervermögen: „Geld allein reicht nicht“

11.03.2025

Die deutsche Bauwirtschaft erhält durch die angekündigte Einrichtung eines 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens durch die voraussichtlich neuen Regierungsparteien, Union und SPD, einen potenziellen Impuls. Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, äußert sich positiv über die Pläne.

Pakleppa sieht die geplanten Investitionen als dringend benötigte Modernisierungsoffensive. Er erwartet von den Maßnahmen nicht nur wirtschaftliche Impulse, sondern auch eine Stärkung der nationalen Wettbewerbsfähigkeit. Die Bauwirtschaft begrüßt diesen Schritt der Regierung als Beitrag zur besseren Zukunftsvorbereitung des Landes.

Strukturelle Haushaltsordnung als Herausforderung

Trotz der positiven Aussichten betont Pakleppa die Notwendigkeit einer strukturellen Ordnung des Bundeshaushalts. Dauerhafte Aufgaben sollten demnach aus dem regulären Haushalt finanziert werden, um eine solide Basis zu gewährleisten.

Ein wesentlicher Punkt, den Pakleppa hervorhebt, ist die notwendige Beschleunigung der Prozesse. Planung und Genehmigungen, besonders bei Infrastrukturprojekten, dauern derzeit erheblich länger als die Bauvorhaben selbst. Die personelle Aufstockung von Behörden und Planungsämtern wird als essentiell angesehen, um die Investitionen effektiv umsetzen zu können.

Wirtschaftlicher Nutzen durch mittelstandsgerechte Vergabe

Ein weiteres Anliegen ist die Investition der Mittel auf eine Weise, dass sie der heimischen Volkswirtschaft zugutekommen. Pakleppa unterstreicht, dass eine mittelstandsgerechte Vergabe der beste Weg sei, um Investitionen in Steuereinnahmen und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland zu verwandeln. Dies würde die heimische Konjunktur stärken.

Der bevorstehende Montag bringt eine wichtige Entscheidung im Bundestag, wenn es um die konkreten Pläne des Sondervermögens geht. Die Bauwirtschaft ist bereit, diese historische Chance zu nutzen und gemeinsam mit der Politik und Verwaltung zukunftsfähige Infrastrukturmaßnahmen zu ergreifen.

Letztendlich bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung und der konkrete Anteil der Investitionen auf Infrastrukturprojekte entfallen wird. Erst dann wird sich zeigen, wie stark diese finanzielle Maßnahme tatsächlich wirken kann.

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