GSTT und RSV beschließen Verschmelzung zum Bundesverband grabenlose Technologien (BGT)

29.08.2025

RSV und GSTT verschmelzen zum Bundesverband grabenlose Technologien (BGT)
RSV und GSTT verschmelzen zum Bundesverband grabenlose Technologien (BGT)

Nach intensiven Vorbereitungen und einer erfolgreichen Abstimmung haben sich die Verbände RSV und GSTT zum neuen Bundesverband Grabenlose Technologien (BGT) zusammengeschlossen. Die Vereinigung mit Sitz in Berlin vereint rund 200 Mitglieder, darunter führende Unternehmen der Branche. Der neue Vorstand des BGT wird von Dr. Susanne Leddig-Bahls und Benedikt Stentrup geleitet.

Ziele und Aufgaben des BGT

Der BGT konzentriert sich auf das grabenlose Bauen und Instandhalten von Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen. Benedikt Stentrup betont, dass der Verband sich mit gebündelter Kraft für die Herausforderungen bei der Neuverlegung und Erhaltung der Netze einsetzt. Der BGT legt besonderen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und die Umsetzung politischer Klimaziele. Hierbei soll die grabenlose Technologie weiterentwickelt und besser kommuniziert werden, sowohl auf regionaler als auch internationaler Ebene.

Vielfältige Maßnahmen des Verbands

Um seine Ziele zu erreichen, setzt der BGT verschiedene Initiativen um, darunter die Publikation von praxisbasierten Empfehlungen und multimediale Informationsangebote. Netzbetreiber, Industrie, Gewerbe sowie Grundstückseigentümer werden so angesprochen. Zudem bietet der Verband Präsenz- und Vernetzungsmöglichkeiten durch Kongresse, Messen und andere Veranstaltungen an. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung von Ausbildung und Weiterbildung durch Mitwirkung in entsprechenden Gremien.

Der Vorstand besteht aus Mitgliedern beider Vorgängerverbände. Neben den beiden Vorsitzenden, Dr. Susanne Leddig-Bahls und Benedikt Stentrup, ergänzen Andreas Haacker, Volker Neubert, Dr. Marc Peters und Thorsten Schulte das Gremium. Diese paritätische Besetzung ist auf zwei Jahre angelegt.

Nächste Schritte und Etappen

Der Verband repräsentiert rund 200 Mitglieder aus den Bereichen ausführende Unternehmen, Hersteller, Ingenieurbüros und andere relevante Dienstleister. Dr. Susanne Leddig-Bahls äußert sich erfreut über die kreative Beteiligung vieler Mitglieder in Arbeitskreisen zu wichtigen Themen. Der BGT nimmt jederzeit neue Mitglieder auf, deren Mitarbeit an den gemeinsamen Zielen willkommen ist.

Nach der Fusion von RSV und GSTT warten nun wichtige formale und organisatorische Aufgaben, wie der Eintrag ins Vereinsregister und die Zusammenführung administrativer Systeme. Benedikt Stentrup hebt die Bedeutung der Fortsetzung der Arbeit an den Zielen des Verbandes hervor. Der internationale Austausch wird als Vorteil hervorgehoben, da nationale Standards besser in internationale Regelwerke eingebracht werden können. „Der Einsatz für dringende Infrastrukturmaßnahmen duldet keinen Aufschub,“ so Dr. Susanne Leddig-Bahls.

Internationalisierung des Verbands

Für die Tätigkeit des BGT im Ausland wurde der Name um die englische Bezeichnung „German Association for Trenchless Technology“ (GATT) ergänzt. Ein eigenes Logo flankiert diesen internationalen Auftritt.

Link zur Quelle

Auch interessant:

Gedenken an Opfer im Bauwesen: Workers‘ Memorial Day 2026

Gedenken an Opfer im Bauwesen: Workers‘ Memorial Day 2026

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Bauwirtschaft sowie die baunahen Dienstleistungen 74 Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen. Das entspricht nahezu einem tödlichen Vorfall an jedem vierten Werktag. Zusätzlich sterben jährlich etwa 400 Menschen aufgrund von...

Meilenstein im Spezialtiefbau am Südschnellweg Hannover erreicht

Meilenstein im Spezialtiefbau am Südschnellweg Hannover erreicht

Die Arbeiten von PORR am Großprojekt Südschnellweg im Süden Hannovers haben einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Die Spezialtiefbauleistungen im ersten Bauabschnitt, bekannt als Primärdocks, stehen kurz vor dem Abschluss. Dieser Fortschritt ebnet den Weg für die...

STRABAG SE verlängert Vorstandsmandat bis 2030

STRABAG SE verlängert Vorstandsmandat bis 2030

Der Aufsichtsrat der STRABAG SE, einem bedeutenden europäischen Baukonzern, hat das Mandat des aktuellen Vorstandsteams um eine weitere Funktionsperiode verlängert. Die Entscheidung betrifft die Zeitspanne vom 1. Januar 2027 bis zum 31. Dezember 2030. Mit der erneuten...

Neueste Lexikoneinträge:

Probenahme nach LAGA PN 98

Die LAGA PN 98 (LAGA-Mitteilung 32, Stand Mai 2019) ist eine seit 2001 geltende fachliche Richtlinie für die einheitliche Probenahme fester Abfälle und abgelagerter Materialien bei stofflicher Verwertung oder Beseitigung. Sie standardisiert das Vorgehen bei der...

Technisches Bauwerk im Sinne der Ersatzbaustoffverordnung

Die Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV) ist seit dem 1. August 2023 in Kraft und regelt den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe (MEB) in „technische Bauwerke“. Ob ein Vorhaben als technisches Bauwerk einzuordnen ist, entscheidet regelmäßig darüber, welche...

Bodenverbesserung mit Kalk im Erdbau

Kalkbehandlung ist im Erdbau eine gezielte chemisch-mineralogische Veränderung des anstehenden Bodens, um Einbaufähigkeit, Verdichtbarkeit und Tragverhalten zu verbessern oder dauerhaft zu stabilisieren. Praktisch entscheidend ist dabei, dass sich insbesondere...

Geotechnische Kategorien nach EC 7, DIN 1054, DIN 4022

Geotechnische Kategorien dienen der Festlegung von Mindestanforderungen an Umfang und Qualität von Baugrundaufschlüssen, Feldversuchen und geotechnischen Laboruntersuchungen in Abhängigkeit von Bauaufgabe und Baugrund. Es wird zwischen drei Kategorien unterschieden,...

Geotechnische Kategorie GK 3

Nach DIN EN 1997-1 (Eurocode EC 7) bzw. DIN 4020 und DIN 1054 wird zwischen drei verschiedenen Geotechnischen Kategorien unterschieden. In diesem Artikel wird die Geotechnische Kategorie GK 3 umfassend erläutert. Eine Übersicht und grundsätzliche Informationen finden...