U5 Bauprojekt Bramfeld: Auf 22 Tonnen schweren Findling gestoßen

24.03.2026

Auf der Baustelle der künftigen U5-Haltestelle in Bramfeld ereignete sich ein bemerkenswerter Fund: Ein Millionen Jahre alter Findling wurde während der Erdarbeiten entdeckt. Der Granitblock, der zur Gruppe der Megasteine gehört, wiegt etwa 22 Tonnen und hat ein Volumen von ungefähr 8m³ mit den Maßen 3,2×2,5×2,1m. Die geologischen Studien zeigen, dass dieser Findling in der Saale-Eiszeit, vor etwa 200.000 Jahren, durch Gletscheraktivität nach Hamburg gebracht wurde.

Einsatz von Spezialgerät zur Bergung

Um den massiven Granitfindling aus ca. sieben Metern Tiefe zu bergen, war der Einsatz eines mobilen Spezialkrans notwendig. Die ordnungsgemäße Bergung erfolgte durch eine speziell konzipierte Hebevorrichtung. Die strategische Partnerschaft zwischen dem Geologischen Landesamt, dem Bezirksamt Wandsbek und der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH war entscheidend, um die weitere Verwendung des Findlings sicherzustellen. Aktuell wird der Stein auf der Baustelle vorübergehend gelagert.

Statements der Projektverantwortlichen

Patrick Kunath, der Teilprojektleiter der U5-Baustelle in Bramfeld, betonte die Seltenheit eines solchen geologischen Fundes selbst bei umfangreichen Bauprojekten. „Beim Ausheben ist die Baggerschaufel in rund sieben Meter Tiefe auf ihn gestoßen. Eine Attraktion, die nicht nur die Aufmerksamkeit aller Beteiligten auf der Baustelle erhielt, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen des Geologischen Landesamts auf den Plan rief.“

Auch Senatorin Katharina Fegebank äußerte sich begeistert: „Dieser Fund in Bramfeld ist eine echte Sensation – so ein geologisches Schwergewicht haben wir in Hamburg seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr ans Licht befördert!“ Darüber hinaus wird derzeit über einen geeigneten Präsentationsort diskutiert, an dem der Stein der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.

Geologische Untersuchungen vor Baubeginn

Vor dem Baubeginn wurden umfangreiche Baugrunderkundungen durchgeführt, um die Bodenbeschaffenheit entlang der geplanten U5-Strecke zu analysieren. Diese Vorarbeiten sind entscheidend für die Wahl des geeigneten Bauverfahrens sowie zum frühzeitigen Erkennen potenzieller Hindernisse wie Findlinge. Trotz dieser Vorerkundungen besteht immer die Möglichkeit, während der Bauarbeiten auf geologische Überraschungen zu stoßen.

Weiterführung der Bauarbeiten und Projektziele

Die Entdeckung des Findlings beeinträchtigt den Baufortschritt der neuen U5-Haltestelle nicht, da die Bauarbeiten planmäßig fortgesetzt werden. Die Schlitzwandarbeiten sind nahezu abgeschlossen, und die Baugrube hat bereits stellenweise eine Tiefe von bis zu sieben Metern erreicht. Um den Verkehr rund um den Bramfelder Dorfplatz nicht zu stören, ist die Baugrube – ähnlich wie in Barmbek Nord – halbseitig mit Stahlbetonplatten abgedeckt. Die vollautomatische U-Bahn-Linie U5 soll voraussichtlich im Jahr 2033 fertiggestellt werden und wird den Bramfelderinnen und Bramfeldern ermöglichen, innerhalb von etwa 20 Minuten die Hamburger Innenstadt zu erreichen.

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