Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der Baukonzern HOCHTIEF einen erheblichen Zuwachs beim operativen Konzerngewinn. Dieser stieg um 30 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 217 Millionen Euro. Ebenfalls bemerkenswert ist der währungsbereinigte Anstieg des Auftragseingangs um 27 Prozent, der den Auftragsbestand auf einen Rekordwert von 79,3 Milliarden Euro anhob.
Finanzielle Kennzahlen und Prognosen
Der operative Netto-Cashflow des Konzerns belief sich in den vergangenen zwölf Monaten auf 2,5 Milliarden Euro (vor Factoring), was ein Plus von 0,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dieser Zuwachs ist auf ein diszipliniertes Working-Capital-Management und eine starke Cash-Konvertierung zurückzuführen. Der Konzernumsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 14 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt HOCHTIEF seine Prognose für den operativen Konzerngewinn, der zwischen 950 und 1.025 Millionen Euro erwartet wird, was einem Anstieg von 20 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Der Auftragseingang bis Ende März 2026 betrug 15,2 Milliarden Euro und sorgte für eine weitere Diversifikation des Auftragsbestands. Etwa 90 Prozent der Aufträge gelten als risikoarm. Die geografische und geschäftsbereichsspezifische Verteilung bleibt gut ausgewogen. Zu den bedeutenden Neuzugängen zählen Aufträge im Bereich der Digitalisierung, kritischer Mineralien, Energie und Verteidigung. Beispiele hierfür sind der Bau eines Rechenzentrumscampus für Meta in Indiana, USA, sowie die Beteiligung am Rolls-Royce Small Modular Reactor Nuklearprogramm (SMR).
Strategische Ausrichtung und Marktpositionierung
HOCHTIEF setzt weiterhin auf die Strategie, über den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten tätig zu sein und auf disziplinierte Kapitalallokation zu achten. Der Ausbau in Wachstumsmärkten, insbesondere im Bereich der KI, Digitalisierung, Technologie und Energie, steht im Vordergrund. Der Konzern profitiert von seiner langjährigen Marktpräsenz und seinen technischen Fähigkeiten, um nachhaltig Investitionen in Infrastruktur in den bedienten Regionen umzusetzen.
Dividendenentscheidung der Hauptversammlung
Auf der jüngsten Hauptversammlung beschlossen die Aktionäre eine Erhöhung der Dividende um 26 Prozent auf 6,60 Euro für das Jahr 2025. Dieses Votum spiegelt das Vertrauen in die finanzielle Stärke und die künftigen Geschäftsaussichten von HOCHTIEF wider.
Der Vorstandsvorsitzende von HOCHTIEF, Juan Santamaría, kommentierte den positiven Start ins Jahr 2026 mit den Worten: „Wir sind erfolgreich in das Jahr gestartet, mit hohen Gewinnzuwächsen und einem Rekord-Auftragsbestand. Unter Beibehaltung einer kontinuierlichen Kapitaldisziplin verfolgen wir konsequent unsere Strategie und sind gut positioniert in den Märkten, in denen die Nachfrage nach komplexer und kritischer Infrastruktur weiter steigt.“



