HOCHTIEF: Starker Jahresauftakt 2026 mit deutlichem Gewinnanstieg

12.05.2026

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der Baukonzern HOCHTIEF einen erheblichen Zuwachs beim operativen Konzerngewinn. Dieser stieg um 30 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 217 Millionen Euro. Ebenfalls bemerkenswert ist der währungsbereinigte Anstieg des Auftragseingangs um 27 Prozent, der den Auftragsbestand auf einen Rekordwert von 79,3 Milliarden Euro anhob.

Finanzielle Kennzahlen und Prognosen

Der operative Netto-Cashflow des Konzerns belief sich in den vergangenen zwölf Monaten auf 2,5 Milliarden Euro (vor Factoring), was ein Plus von 0,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dieser Zuwachs ist auf ein diszipliniertes Working-Capital-Management und eine starke Cash-Konvertierung zurückzuführen. Der Konzernumsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 14 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt HOCHTIEF seine Prognose für den operativen Konzerngewinn, der zwischen 950 und 1.025 Millionen Euro erwartet wird, was einem Anstieg von 20 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang bis Ende März 2026 betrug 15,2 Milliarden Euro und sorgte für eine weitere Diversifikation des Auftragsbestands. Etwa 90 Prozent der Aufträge gelten als risikoarm. Die geografische und geschäftsbereichsspezifische Verteilung bleibt gut ausgewogen. Zu den bedeutenden Neuzugängen zählen Aufträge im Bereich der Digitalisierung, kritischer Mineralien, Energie und Verteidigung. Beispiele hierfür sind der Bau eines Rechenzentrumscampus für Meta in Indiana, USA, sowie die Beteiligung am Rolls-Royce Small Modular Reactor Nuklearprogramm (SMR).

Strategische Ausrichtung und Marktpositionierung

HOCHTIEF setzt weiterhin auf die Strategie, über den gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten tätig zu sein und auf disziplinierte Kapitalallokation zu achten. Der Ausbau in Wachstumsmärkten, insbesondere im Bereich der KI, Digitalisierung, Technologie und Energie, steht im Vordergrund. Der Konzern profitiert von seiner langjährigen Marktpräsenz und seinen technischen Fähigkeiten, um nachhaltig Investitionen in Infrastruktur in den bedienten Regionen umzusetzen.

Dividendenentscheidung der Hauptversammlung

Auf der jüngsten Hauptversammlung beschlossen die Aktionäre eine Erhöhung der Dividende um 26 Prozent auf 6,60 Euro für das Jahr 2025. Dieses Votum spiegelt das Vertrauen in die finanzielle Stärke und die künftigen Geschäftsaussichten von HOCHTIEF wider.

Der Vorstandsvorsitzende von HOCHTIEF, Juan Santamaría, kommentierte den positiven Start ins Jahr 2026 mit den Worten: „Wir sind erfolgreich in das Jahr gestartet, mit hohen Gewinnzuwächsen und einem Rekord-Auftragsbestand. Unter Beibehaltung einer kontinuierlichen Kapitaldisziplin verfolgen wir konsequent unsere Strategie und sind gut positioniert in den Märkten, in denen die Nachfrage nach komplexer und kritischer Infrastruktur weiter steigt.“

Link zur Quelle

Auch interessant:

STRABAG erhält Großauftrag für den Bau des Pfaffensteigtunnels

STRABAG erhält Großauftrag für den Bau des Pfaffensteigtunnels

Der Bau des Pfaffensteigtunnels ist ein zentrales Infrastrukturvorhaben im Rahmen des Ausbaus der Gäubahn im Südwesten Deutschlands. STRABAG, in Zusammenarbeit mit ZÜBLIN, hat nach zweijähriger Planung und Bauvorbereitung den Auftrag zur baulichen Umsetzung mehrerer...

Neueste Lexikoneinträge:

Probenahme nach LAGA PN 98

Die LAGA PN 98 (LAGA-Mitteilung 32, Stand Mai 2019) ist eine seit 2001 geltende fachliche Richtlinie für die einheitliche Probenahme fester Abfälle und abgelagerter Materialien bei stofflicher Verwertung oder Beseitigung. Sie standardisiert das Vorgehen bei der...

Technisches Bauwerk im Sinne der Ersatzbaustoffverordnung

Die Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV) ist seit dem 1. August 2023 in Kraft und regelt den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe (MEB) in „technische Bauwerke“. Ob ein Vorhaben als technisches Bauwerk einzuordnen ist, entscheidet regelmäßig darüber, welche...

Bodenverbesserung mit Kalk im Erdbau

Kalkbehandlung ist im Erdbau eine gezielte chemisch-mineralogische Veränderung des anstehenden Bodens, um Einbaufähigkeit, Verdichtbarkeit und Tragverhalten zu verbessern oder dauerhaft zu stabilisieren. Praktisch entscheidend ist dabei, dass sich insbesondere...

Geotechnische Kategorien nach EC 7, DIN 1054, DIN 4022

Geotechnische Kategorien dienen der Festlegung von Mindestanforderungen an Umfang und Qualität von Baugrundaufschlüssen, Feldversuchen und geotechnischen Laboruntersuchungen in Abhängigkeit von Bauaufgabe und Baugrund. Es wird zwischen drei Kategorien unterschieden,...

Geotechnische Kategorie GK 3

Nach DIN EN 1997-1 (Eurocode EC 7) bzw. DIN 4020 und DIN 1054 wird zwischen drei verschiedenen Geotechnischen Kategorien unterschieden. In diesem Artikel wird die Geotechnische Kategorie GK 3 umfassend erläutert. Eine Übersicht und grundsätzliche Informationen finden...