Liebherr-Geräte beim Schlitzwandbau für Mega-Trockendock im Einsatz

19.05.2026

Ausführung der Schlitzwandarbeiten mit der Liebherr-Fräse LSC 8-20. Bild (c) Liebherr
Ausführung der Schlitzwandarbeiten mit der Liebherr-Fräse LSC 8-20. Bild (c) Liebherr

Der Bau eines neuen Mega-Trockendocks in Genua, das für große Kreuzfahrtschiffe bestimmt ist, stellt eines der wichtigsten maritimen Bauprojekte Italiens dar. Für die anspruchsvolle Realisierung der Schlitzwände setzt das Unternehmen R.C.M. Costruzioni srl auf die leistungsfähigen Seilbagger von Liebherr. Konkret kommen der HS 8100.1 mit dem hydraulischen Greifer HSG 5-18 L und zwei HS 8130.1 mit mechanischem Greifer sowie der Fräse LSC 8-20 zum Einsatz. Die Geräte müssen sich in dem stark eisenhaltigen Boden des Hafens bewähren.

Schlitzwände für das Infrastrukturprojekt

Die Schlitzwände, die Teil dieses maritimen Bauvorhabens sind, unterscheiden sich in Breite und Tiefe, je nach ihrer statischen Funktion als tragende oder nicht-tragende Elemente. Die Herausforderung an dem Standort besteht vor allem in den eisenverstärkten Betonfundamenten. Die benötigte Durchdringung dieser Bodenschichten setzt leistungsstarke Spezialtiefbau-Geräte voraus. Bauleiter Leoncio Fortunato betont: „Wir vertrauen schon seit vielen Jahren auf Liebherr. In diesem Fall setzen wir eine großdimensionierte Schlitzwandfräse ein, um den Bauprozess zu beschleunigen.“

Einsatz der LSC 8-20 Fräse

Der Einsatz der neuen Liebherr-Fräse LSC 8-20 erfolgt in Genua erstmalig, nachdem das Modell zuvor auf der Bauma präsentiert wurde. Die Fräse ermöglicht Arbeiten bis in eine Tiefe von zehn Metern und zeichnet sich durch eine hohe Fräskraft aus. Dadurch wird ein gleichmäßiger und effizienter Aushub ohne übermäßige Belastungen ermöglicht. Bediener Manuel Dazzi beschreibt die Fräse als „äußerst leistungsstark und zuverlässig.“

Seilbagger und Greifer: Flexibilität und Anpassung

Um den Aushub weiter fortzusetzen, sind insgesamt zwei Seilbagger mit Schlitzwandgreifern im Einsatz: Der HS 8100.1 wird mit dem hydraulischen HSG 5-18 und der HS 8130.1 mit mechanischen Ausführungen betrieben. Diese Geräte erreichen eine Tiefe von bis zu 34 Metern und graben in die darunter liegende Tonschicht ein, um eine sichere Einbettung der Schlitzwände zu gewährleisten. Beide Systeme überzeugen durch ihre Modularität, die flexible Anpassungen an Baustellenanforderungen ermöglicht.

Zusammenarbeit zwischen R.C.M. Costruzioni srl und Liebherr

Die drei Liebherr-Seilbagger bieten nicht nur in der Anwendung Flexibilität, sondern können auch von den Bedienenden reibungslos gehandhabt werden, da die Maschinen dieselbe Kabinentechnologie verwenden. Die Entscheidung für diese Maschinen wurde maßgeblich durch ihre hohe Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und den umfassenden Wartungs- und Beratungsservice von Liebherr beeinflusst. Fortunato hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bauunternehmer und Maschinenhersteller hervor: „Das ganze Projekt ist durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Bauunternehmer und Maschinenhersteller, moderne Technik und präzise Planung gekennzeichnet.“ Die Bauarbeiten begannen 2023 und sollen 2026 abgeschlossen werden.

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